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title: "Astr. Brief"
subtitle: "Brief an den gebildeten Leser"
editor: "Stefan Weise"
publisher: "Astronautilia Digital"
license: "CC BY-NC-SA 4.0"
source_format: "TEI-XML (P5)"
source_file: "Astronautilia_Brief.xml"
creator: "Jennifer Bunselmeier"
created: "02.10.2026"
format: "Pandoc Markdown"
encoding: "UTF-8"
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# *Astr.* Brief

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***Astr.* Brief [Brief an den gebildeten Leser] (ed. Weise)**

Weise, Stefan (ed.) / Bunselmeier, Jennifer (2026): Astronautilia Digital. Wuppertal

[CC BY-NC-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/)

[https://www.astronautilia.de/html/astronautilia_brief.html](https://www.astronautilia.de/html/astronautilia_brief.html)

Datei erstellt am: 02.10.2026

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## Über diese Datei

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Die wichtigsten Strukturebenen auf Editionsebene sind:

- Kapitelteile (Überschriftenebene 3; „Teil Nr. x“)
- Sprache (Überschriftenebene 4; „Griechisch“, „Tschechisch“, „Latein“, „Englisch“, „Deutsch“)
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- Vers (Absatz; eingeleitet durch Vers-ID in runden Klammern)


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- Innerhalb der Metadaten und Apparate sind Angaben über vorangestelltes „Teil Nr. x“, „Griechisch“/„Latein“/„Tschechisch“/„Englisch“/„Deutsch“ oder die Vers-ID der jeweiligen Struktur zugeordnet.
- Sprachen sind auf Versebene über die Vers-IDs miteinander verknüpft.
- Vers-IDs sind nach folgendem Format aufgebaut: (1.1.1) = Kapitelnummer + Abschnittsnummer + Versnummer. Bedeutung der Abschnittsnummer: 1 = Titel, 2 = Incipit, 3 = Haupttext (Lyrik oder Prosa), 4 = Explicit.


**Editorische und transkribierte Textinhalte**

Die Datei enthält sowohl Transkriptionen der historischen Quelltexte als auch editorische Informationen.

Transkriptionen des Quelltextes befinden sich ausschließlich im Abschnitt „Edition“. Alle übrigen Abschnitte enthalten editorische Informationen.

Unterhalb von „Edition“ sind die altgriechischen, lateinischen, tschechischen und englischen Haupttexte des Quelltextes transkribiert. Die deutschen Haupttexte unter der Überschrift „Deutsch“ sind editorische Übersetzungen.

Fußnoten sind als „(*Fußnote:* ...)“ im Anschluss an den zugehörigen Vers transkribiert.

Die Quelltexte sind diplomatisch transkribiert.

Sonderauszeichnung Astr. 1, Astr. Glossar, Astr. Generalindex und Astr. Inhaltsübersicht: Innerhalb von Transkriptionen bzw. ed. Anmerkungen, die eine Tabellenstruktur darstellen, sind die einzelnen Zellen durch ein ed. Trennzeichen „ — “ getrennt. Leere Zellen sind durch drei Punkte „...“ gekennzeichnet .

Innerhalb der transkribierten Verse sind folgende Elemente keine Bestandteile des Quelltextes, sondern editorische Hinzufügungen:

- Vers-ID „(1.1.1)“
- Paginierung in geschweiften Klammern „\{...\}“
- Metrikangaben (Versmaß und Zäsuren) in eckigen Klammern am Versende „[...; ...]“
- Fußnotenmarker „(*Fußnote:* …)“
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- Textkritische Eingriffe:
  - editorische Hinzufügungen in Spitzklammern „〈...〉“
  - editorische Abkürzungsauflösungen in runden Klammern „(...)“



Die Bezeichnung „Griechisch“ in editorischen Inhalten meint in der Regel verkürzt „Altgriechisch“.

**Transkriptionskonventionen**

- Paginierung im Original ist in geschweiften Klammern übernommen.
- Editorische Metrikangaben zum Vers (nur Haupttext; Auflösung siehe Abkürzungen) sind im Anschluss an den Vers in eckigen Klammern übernommen.
- Editorische Hervorhebungen (Emphasis und Strong Emphasis) sowie fachwissenschaftliche Sonderzeichen in Apparaten und Metadaten sind entsprechend übernommen.


**Abkürzungen**

- D = Versfuß Daktylus
- S = Versfuß Spondeus
- u = Silbenquantität Kurze Silbe
- \- = Silbenquantität Lange Silbe
- TH = Zäsur Trithemimeres (TH)
- PH = Zäsur Penthemimeres (PH)
- HH = Zäsur Hephthemimeres (HH)
- BD = Zäsur Bukolische Dihärese (BD)
- KTT = Zäsur Kata triton trochaion (KTT)
- MZ = Zäsur Mittelzäsur (MZ)
- ZS5 = Zäsur (unbenannt) nach der 5. Silbe
- ZS6 = Zäsur (unbenannt) nach der 6. Silbe
- ZS7 = Zäsur (unbenannt) nach der 7. Silbe
- na = Zäsur oder Versmaß kann oder wird nicht ausgezeichnet
- verseLongerThanExpected = Vers überlang
- verseShorterThanExpected = Vers kurz


## Einleitung

Der Text orientiert sich am Typoskript. Aus dem Manuskript wurde in Z. 36a‒r ein Zusatz aufgenommen, der keinen Eingang ins Typoskript und die *Editio princeps* gefunden hat. Křesadlo bietet in diesem Zusatz eine lateinische Übersetzung der tschechischen Widmung an seine Griechischlehrerin Anna Slováčková sowie des ersten aus Friedrich Nietzsche übernommenen deutschen Mottos.

Nach dem tschechischen Vorwort (Předmluva), das vor allem der Situierung des Werkes innerhalb und Abgrenzung zur zeitgenössischen tschechischen Literatur dient, schließt Křesadlo einen lateinischen Geleitbrief und eine lateinische Zusammenfassung des "Vorspanns" (Předznamenání, eigentlich "Vorzeichen") an. In diesen lateinischen Paratexten wird entsprechend ihres humanistischen Gestus vor allem der Homerbezug explizit und mehrfach hervorgehoben. Wie schon im Untertitel des Werkes bezeichnet Křesadlo es in der *Epistola* als "neue Odyssee des gegenwärtigen oder zukünftigen Zeitalters" (Z. 3). Ein Renaissance-Bezug ergibt sich nicht nur dadurch, dass der Universalübersetzer Franta angeblich die Gegenwart mit dem 16. Jahrhundert verwechselt habe (Z. 26‒29), sondern auch durch die sprachliche Gestaltung mit reicher Kommasetzung, &-Kürzeln, Zirkumflex (^) als Längenzeichen bei Ablativen (bspw. Z. 2: *linguâ epicâ*), besonderen Orthographica und Code-Switching ins Griechische (siehe zur Sprache auch Sacheinführung III.6.; vgl. jetzt auch Broadbent 2026). Die betonte Ansprache an "Leser und Leserin" wirkt in diesem Zusammenhang "modernistisch" und unterstreicht die Vermischung beider Zeitebenen. 

## Überlieferung

Die Editionsgrundlage bilden eine Handschrift (M [griechischer Teil] und M2 [tschechischer Teil]), ein Typoskript (T) und eine Printedition (E).

### M

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Hvězdoplavba aneb Kosmická mikroodysea. Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική.|
|Autor|Jan Křesadlo (= Václav Pinkava)|
|Entstehung|1993-1994|
|Aufbew. Institution|Literární archiv Památníku národního písemnictví · Jan Křesadlo, Nr. 2110; Astronautilia: 127 [Autograph]|
|Seitenabschnitt(e)|[A1r]–KV, Ir–XIVv, 1r–[255v]; hier: εr–ζv|
|Digitalisat|[Astronautilia_M.pdf](https://www.astronautilia.de/assets/Astronautilia_M.pdf)|


### M2

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Hvězdoplavba aneb Kosmická mikroodysea. Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική.|
|Autor|Jan Křesadlo (= Václav Pinkava)|
|Entstehung|1993-1994|
|Aufbew. Institution|Literární archiv Památníku národního písemnictví · Jan Křesadlo, Nr. 2110; Astronautilia: 129 [Autograph]|
|Seitenabschnitt(e)|[A1r]–KV, Ir–XIVv, 1r–[255v]|
|Digitalisat|[Astronautilia_M2.pdf](https://www.astronautilia.de/assets/Astronautilia_M2.pdf)|


### T

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Hvězdoplavba aneb Malá kosmická odyssea. Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική.|
|Autor|Jan Křesadlo (= Václav Pinkava)|
|Entstehung|1994 (?)|
|Aufbew. Institution|Literární archiv Památníku národního písemnictví · Jan Křesadlo, Nr. 2110; Astronautilia: 128 [Autograph]|
|Seitenabschnitt(e)|Titelblatt, Ir–XVIIv, 1–259; hier: V|
|Digitalisat|[Astronautilia_T.pdf](https://www.astronautilia.de/assets/Astronautilia_T.pdf)|


### E

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Ποιήτου ἀδήλου: Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική. Neznámého autora Hvězdoplavba aneb Malá kosmická odysea|
|Autor|Jan Křesadlo/Ἰωάννης Πυρεῖα (= Václav Pinkava)|
|Ort / Jahr|Prag · 1995|
|Seitenabschnitt(e)|I–XVI, 1–261; hier: III|
|Digitalisat|[Ausgabe 2023](https://www.mlp.cz/katalog/vypujcka/4615145)|


## Edition

### Teil Nr. 1

#### Latein

##### Titel

(1.1.1) \{T p. V; E p. III; M f. εr\} EPISTOLA AD LECTOREM DOCTUM.

##### Incipit

(1.2.1) Lector optime docte (vel lectrix optime docta) salve!

##### Haupttext

(1.3.1) Tibi praelatus textus iacet graecus modo rhapsodiae navis cosmicae

(1.3.2) de peregrinatione inter astra, in hexametris linguâ epicâ compositus,

(1.3.3) qualis talis, en!, Odyssea nova hodierni, vel, si vis, futuri aevi,

(1.3.4) tamen brevior antiquae hoc modo degenerationem indicans humanitatis.

(1.3.5) Illis "τοῖς πολλοῖς", qui linguam nesciunt graecam, et illorum

(1.3.6) gratiâ, translatio bohemica, ut vides, est adiuncta.

(1.3.7) Tibi autem, optima persona docta – lector aut lectrix – textus patet

(1.3.8) originalis, quem te benigne legere eoque perfrui humiliter exhorto.

(1.3.9) De quô textû tibi, ut consuetum, aliqua paulum vollo communicare

(1.3.10) linguâ latinâ, cuius omnes nostris temporibus personae, quae linguam

(1.3.11) sciant graecam antiquam, aeque sunt capaces.

(1.3.12) \{M f. εv\} Et primum de illis circa textum, illius historiâ, modo inventionis

(1.3.13) &ct, quae alias in parte Bohemicâ quae "Předznamenání" inscribitur

(1.3.14) explicantur.

(1.3.15) Et illa, si linguae Bohemicae sis potens, loco legas indicato.

(1.3.16) Si autem idioma illud nescias, synopsin breviorem, quae hac constat

(1.3.17) epistolâ, benigne legere iubeas, prooemii Bohemici loco.

(1.3.18) Secundo etiam aliqua de linguâ istius rhapsodiae adnotantur:

(1.3.19) Scriptum est poëma, ut legas in Prooemio, ab ente artificiali

(1.3.20) "bioplastô", ut dicunt, quod fuit translator linguarum cosmicarum

(1.3.21) universalis, hac ratione constructus.

(1.3.22) Decem myriadas sciens linguarum, alias autem multas capax fuit

(1.3.23) generandi de illis quas iam novit legibus etymologiae.

(1.3.24) Forma istius translatoris similis fuit animali terrestri, quod

(1.3.25) \{M f. ζr\} zoologi *mephitin* appellant, ratione ioculi sic constructa.

(1.3.26) Scripsit tamen translator ille universalis narrationem de pere-

(1.3.27) grinatione cosmicâ in linguâ homericâ modo erroneo, false putans

(1.3.28) quod illa magnificent et promoveant narrationem, incorrecte tempus

(1.3.29) hodiernum cum illo XVI^i^ aevi confundens.

(1.3.30) Suspicio tamen Frantam (quô nomine translator appellabatur univer-

(1.3.31) salis) linguam graecam antiquam illiusque dialectum homericum non

(1.3.32) directe novisse, illum illamque generavisse ex illis quas sciebat

(1.3.33) linguis, ut consuetus, tantoque non semper absolute correcte voces

(1.3.34) formasse, de quibus immo plurima habebis.

(1.3.35) Sed iam de textu Bohemico introductorio, nisi scias idioma, videas

(1.3.36) sequentia:

(1.3.36a) \{M f. ζv\} 〈Liber iste dedicatus est memoriae

(1.3.36b) Annae Slováčková, quae translatoris

(1.3.36c) in Bohemica istius poëmatis in Graecis

(1.3.36d) fuit magistra & sub communistis

(1.3.36e) innocens victima vitam perdidit.

(1.3.36f) Sequuntur duo citationes vel quotationes

(1.3.36g) quae vernacule "motto" appellantur:

(1.3.36h) Quibus secundam traducere graecam

(1.3.36i) non opportet.

(1.3.36k) Prima, in linguâ Germanicâ, dictum est

(1.3.36l) Friderici Nietzsche, sequentem habens

(1.3.36m) sensum:

(1.3.36n) Amo illum, qui super seipsum

(1.3.36o) vult creare & sic destruitur

(1.3.36p) (quae apte de poëmatis praesentis auctore,

(1.3.36q) quisquis iam fuisset, dici

(1.3.36r) possint)〉

#### Deutsch

##### Titel

(1.1.1) \{T p. V; E p. III; M f. εr\} BRIEF AN DEN GEBILDETEN LESER

##### Incipit

(1.2.1) Bester gebildeter Leser (oder beste gebildete Leserin), sei gegrüßt!

##### Haupttext

(1.3.1) Vor dir liegt ein griechischer Text in der Art eines epischen Gedichtes

(1.3.2) über die Reise eines Raumschiffes zwischen den Sternen, in Hexametern in epischer Diktion verfasst,

(1.3.3) so wie eine neue Odyssee, siehe!, des gegenwärtigen oder, wenn du willst, des zukünftigen Zeitalters,

(1.3.4) aber kürzer als die alte und auf diese Weise zugleich Indikator für den Verfall der humanistischen Bildung.

(1.3.5) Für jene Mehrheit von Menschen, die die griechische Sprache nicht beherrschen, und um ihretwillen

(1.3.6) ist, wie du siehst, eine tschechische Übersetzung beigefügt.

(1.3.7) Dir aber, beste gebildete Person – Leser oder Leserin – steht der Originaltext

(1.3.8) offen, den wohlwollend zu lesen und zu genießen, ich dich demütig auffordere.

(1.3.9) Über diesen Text möchte ich dir, wie es üblich ist, einiges

(1.3.10) in Latein mitteilen, dessen zu unseren Zeiten alle Personen, die

(1.3.11) das Altgriechische beherrschen, gleichermaßen mächtig sind.

(1.3.12) \{M f. εv\} Und zuerst werden die Dinge, die sich auf den Text, seine Geschichte und die Art seiner Auffindung

(1.3.13) beziehen, und das Übrige, was andernorts im tschechischen Teil steht, der "Předznamenání" heißt,

(1.3.14) erläutert.

(1.3.15) Diese Dinge kannst du auch, wenn du das Tschechische beherrschst, an der angezeigten Stelle lesen.

(1.3.16) Wenn du aber diese Sprache nicht beherrschen solltest, heiße ich dich gütig die kürzere Zusammenfassung, die in diesem

(1.3.17) Brief enthalten ist, anstelle des tschechischen Vorwortes zu lesen.

(1.3.18) Zweitens werden einige Dinge zur Sprache dieses epischen Gedichtes angemerkt:

(1.3.19) Das Gedicht ist, wie du im Vorwort lesen kannst, von einem künstlichen

(1.3.20) sogenannten "bioplastischen" Wesen geschrieben worden, welches ein Universalübersetzer kosmischer Sprachen war,

(1.3.21) der auf folgende Weise konstruiert worden ist:

(1.3.22) Da er eine Million Sprachen beherrschte, war in der Lage, viele andere

(1.3.23) nach denjenigen Gesetzen der Etymologie, die es schon kennt, zu generieren.

(1.3.24) Die Gestalt dieses Übersetzers ist einem irdischen Tier ähnlich, welches

(1.3.25) \{M f. ζr\} die Zoologen "Mephitis" (Stinktier) nennen, und sie wurde zum Scherz so konstruiert.

(1.3.26) Dennoch schrieb jener Universalübersetzer die Erzählung über die kosmische Reise

(1.3.27) in homerischer Sprache in irrtümlicher Weise, weil er fälschlich glaubte,

(1.3.28) dass dies die Erzählung großmachen und fördern könnte, wobei er unkorrekterweise die heutige Zeit

(1.3.29) mit der des 16. Jahrhunderts verwechselte.

(1.3.30) Dennoch hege ich Zweifel, dass Franta (mit welchem Namen der Universalübersetzer genannt

(1.3.31) wurde) die altgriechische Sprache und den homerischen Dialekt von ihr

(1.3.32) direkt kannte, vielmehr hat er sie aus den Sprachen, die er kannte,

(1.3.33) wie gewöhnlich, generiert und so nicht immer absolut korrekt die Wörter

(1.3.34) gebildet, von denen du unten sehr viel finden wirst.

(1.3.35) Aber über den tschechischen Einleitungstext magst du das Folgende, falls du die Sprache nicht beherrschst,

(1.3.36) einsehen:

(1.3.36a) \{M f. ζv\} 〈Dieses Buch ist dem Andenken an

(1.3.36b) Anna Slováčková gewidmet, welche die Lehrerin des Übersetzers

(1.3.36c) ins Tschechische dieses Gedichtes im Griechischen

(1.3.36d) war und unter den Kommunisten

(1.3.36e) als unschuldiges Opfer ihr Leben verlor.

(1.3.36f) Es folgen zwei Zitate,

(1.3.36g) die man in der Volkssprache "Motto" nennt:

(1.3.36h) Von diesen muss das zweite auf Griechisch

(1.3.36i) nicht übersetzt werden.

(1.3.36k) Das erste in deutscher Sprache ist ein Ausspruch

(1.3.36l) Friedrich Nietzsches und hat folgende

(1.3.36m) Bedeutung:

(1.3.36n) Ich liebe den, der über sich hinaus

(1.3.36o) schaffen will und so zugrunde geht.

(1.3.36p) (Dies könnte man passend über den Verfasser des vorliegenden Gedichtes,

(1.3.36q) wer auch immer er gewesen sein mag,

(1.3.36r) sagen).〉

## Apparate

### Textkritik

#### Teil Nr. 1

##### Latein

- (1.3.3) talis qualis *deb.*
- (1.3.4) antiqua *deb.*
- (1.3.8) exhorto] exhortor *deb.*
- (1.3.9) vollo] volo *deb.*
- (1.3.10) nostris M T p.c.: nostis E
- (1.3.13) inscribitur M: inscibitur T E
- (1.3.13) parte Bohemicâ E: parte introductoria Bohemica M
- (1.3.15) loco M: logo T E
- (1.3.17) iubeas] *an* iubeam ?
- (1.3.29) confundens E] confundens. De quibus accuratius in prooemii synopsi habes M
- (1.3.29) introductorio] *postea additum in* M
- (1.3.31) Homericam *deb.*
- (1.3.32-1.3.33) illum illamque T p.c.: illam illumque M: illum illemque E
- (1.3.33) linguis, ut consuetus E] linguis, regulis utens etymologicis, ut eius esset motus M: *an* consuevit ?
- (1.3.33) *an* correctas ?
- (1.3.34) immo M T E] *pro* imo (?)
- (1.3.36a-1.3.36r) Liber — possint) M: T E *omiserunt*
- (1.3.36a-1.3.36c) in Bohemica M p.c.: Bohemici M a.c.


### Kommentar

#### Teil Nr. 1

##### Latein

- (1.3.5) Der Codewechsel mit dem griechischen Ausdruck οἱ πολλοί (= die Vielen, die Mehrheit) ist hier besonders ironisch und "bildungsaristokratisch", da ja gerade für diese Gruppe weder der lateinische noch der griechische Text zugänglich ist.
- (1.3.36r) Die lateinische Übersetzung von Widmung und Motti steht nur im Manuskript. Im Typoskript und in der Erstausgabe ist sie ausgelassen.


### Listen

#### Teil Nr. 1

##### Indexreferenzen

- Deutsch (1.3.36k)
- Franta (1.3.30)
- Griechisch (1.3.1, 1.3.11, 1.3.31, 1.3.36h)
- Homer (1.3.27, 1.3.31)
- Latein(isch) (1.3.10)
- Nietzsche, Friedrich (1.3.36l)
- Raumschiff (1.3.1)
- Slováčková, Anna (1.3.36b)
- Tschechisch (1.3.6, 1.3.13, 1.3.15, 1.3.17, 1.3.35, 1.3.36c)


