---
title: "Astr. Vorspann"
subtitle: "Vorspann"
editor: "Stefan Weise"
publisher: "Astronautilia Digital"
license: "CC BY-NC-SA 4.0"
source_format: "TEI-XML (P5)"
source_file: "Astronautilia_Vorspann.xml"
creator: "Jennifer Bunselmeier"
created: "02.10.2026"
format: "Pandoc Markdown"
encoding: "UTF-8"
---

# *Astr.* Vorspann

---

***Astr.* Vorspann (ed. Weise)**

Weise, Stefan (ed.) / Bunselmeier, Jennifer (2026): Astronautilia Digital. Wuppertal

[CC BY-NC-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/)

[https://www.astronautilia.de/html/astronautilia_vorspann.html](https://www.astronautilia.de/html/astronautilia_vorspann.html)

Datei erstellt am: 02.10.2026

---

## Über diese Datei

Diese Datei folgt dem [Pandoc Markdown Standard](https://pandoc.org/MANUAL.html#pandocs-markdown).

Diese Datei wurde aus einer TEI-XML(P5)-Datei erzeugt. Alle wichtigen Inhalte wurden übertragen. Konkrete TEI-Auszeichnungen und Attributwerte wurden nicht übernommen.

Die edierten Texte liegen im Original ein- oder mehrsprachig vor (Griechisch, Tschechisch, Latein, Englisch) und enthalten eine editorische deutsche Übersetzung sowie Apparate und Metadaten.

Die wichtigsten Strukturebenen auf Dateiebene sind:

- Editorische Einheit (Überschriftenebene 1; Kapitelkürzel)
- Edition und Metadaten (Überschriftenebene 2; „Über die Datei“, „Einleitung“, „Überlieferung“, „Edition“, „Apparate“)


Die wichtigsten Strukturebenen auf Editionsebene sind:

- Kapitelteile (Überschriftenebene 3; „Teil Nr. x“)
- Sprache (Überschriftenebene 4; „Griechisch“, „Tschechisch“, „Latein“, „Englisch“, „Deutsch“)
- Textstruktur (Überschriftenebene 5; „Titel“, „Incipit“, „Haupttext“ (Lyrik oder Prosa), „Explicit“)
- Vers (Absatz; eingeleitet durch Vers-ID in runden Klammern)


Die wichtigen dateiinternen Referenzierungen sind:

- Innerhalb der Metadaten und Apparate sind Angaben über vorangestelltes „Teil Nr. x“, „Griechisch“/„Latein“/„Tschechisch“/„Englisch“/„Deutsch“ oder die Vers-ID der jeweiligen Struktur zugeordnet.
- Sprachen sind auf Versebene über die Vers-IDs miteinander verknüpft.
- Vers-IDs sind nach folgendem Format aufgebaut: (1.1.1) = Kapitelnummer + Abschnittsnummer + Versnummer. Bedeutung der Abschnittsnummer: 1 = Titel, 2 = Incipit, 3 = Haupttext (Lyrik oder Prosa), 4 = Explicit.


**Editorische und transkribierte Textinhalte**

Die Datei enthält sowohl Transkriptionen der historischen Quelltexte als auch editorische Informationen.

Transkriptionen des Quelltextes befinden sich ausschließlich im Abschnitt „Edition“. Alle übrigen Abschnitte enthalten editorische Informationen.

Unterhalb von „Edition“ sind die altgriechischen, lateinischen, tschechischen und englischen Haupttexte des Quelltextes transkribiert. Die deutschen Haupttexte unter der Überschrift „Deutsch“ sind editorische Übersetzungen.

Fußnoten sind als „(*Fußnote:* ...)“ im Anschluss an den zugehörigen Vers transkribiert.

Die Quelltexte sind diplomatisch transkribiert.

Sonderauszeichnung Astr. 1, Astr. Glossar, Astr. Generalindex und Astr. Inhaltsübersicht: Innerhalb von Transkriptionen bzw. ed. Anmerkungen, die eine Tabellenstruktur darstellen, sind die einzelnen Zellen durch ein ed. Trennzeichen „ — “ getrennt. Leere Zellen sind durch drei Punkte „...“ gekennzeichnet .

Innerhalb der transkribierten Verse sind folgende Elemente keine Bestandteile des Quelltextes, sondern editorische Hinzufügungen:

- Vers-ID „(1.1.1)“
- Paginierung in geschweiften Klammern „\{...\}“
- Metrikangaben (Versmaß und Zäsuren) in eckigen Klammern am Versende „[...; ...]“
- Fußnotenmarker „(*Fußnote:* …)“
- Kennzeichnung von Zellengrenzen innerhalb einer Tabellenstruktur „ — “
- Kennzeichnung leerer Zellen in einer Tabellenstruktur „...“
- Textkritische Eingriffe:
  - editorische Hinzufügungen in Spitzklammern „〈...〉“
  - editorische Abkürzungsauflösungen in runden Klammern „(...)“



Die Bezeichnung „Griechisch“ in editorischen Inhalten meint in der Regel verkürzt „Altgriechisch“.

**Transkriptionskonventionen**

- Paginierung im Original ist in geschweiften Klammern übernommen.
- Editorische Metrikangaben zum Vers (nur Haupttext; Auflösung siehe Abkürzungen) sind im Anschluss an den Vers in eckigen Klammern übernommen.
- Editorische Hervorhebungen (Emphasis und Strong Emphasis) sowie fachwissenschaftliche Sonderzeichen in Apparaten und Metadaten sind entsprechend übernommen.


**Abkürzungen**

- D = Versfuß Daktylus
- S = Versfuß Spondeus
- u = Silbenquantität Kurze Silbe
- \- = Silbenquantität Lange Silbe
- TH = Zäsur Trithemimeres (TH)
- PH = Zäsur Penthemimeres (PH)
- HH = Zäsur Hephthemimeres (HH)
- BD = Zäsur Bukolische Dihärese (BD)
- KTT = Zäsur Kata triton trochaion (KTT)
- MZ = Zäsur Mittelzäsur (MZ)
- ZS5 = Zäsur (unbenannt) nach der 5. Silbe
- ZS6 = Zäsur (unbenannt) nach der 6. Silbe
- ZS7 = Zäsur (unbenannt) nach der 7. Silbe
- na = Zäsur oder Versmaß kann oder wird nicht ausgezeichnet
- verseLongerThanExpected = Vers überlang
- verseShorterThanExpected = Vers kurz


## Einleitung

Der "Předznamenání" (eigentlich "Vorzeichen", hier "Vorspann" übersetzt) benannte Teil erzählt noch einmal ausführlich die "Fundgeschichte" des Epos. Die Art erinnert an ähnlich gestrickte Inszenierungen wie beispielsweise in der Einleitung zu Umberto Ecos "Der Name der Rose". Hier wendet sich Křesadlo nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich an ein spezifisch tschechisches Publikum, wie die zahlreichen detaillierten Anspielungen zeigen. Dazu zählt etwa das tschechische Science-Fiction-Magazin "Ikarie", die Zeitschriften "Malý čtenář" (Z. 18) und "Zlatá Praha" (Z. 102), die Prager Chorvereinigung SPOMAKO (Z. 54) sowie natürlich die zahlreichen Namen und Persönlichkeiten. Eine herausgehobene Stellung nehmen dabei Karel Čapek und Stanisław Lem ein. Křesadlo lässt ferner bemerkenswerte Kenntnisse zur Gattungsgeschichte der Science-Fiction-Literatur einfließen. Bemerkenswert ist zum Schluss auch die Diskussion über die tschechischen Homerübersetzungen von Vaňorný und ͅŠrámek, wo diejenige Šrámeks als abhängig von der deutschen des Johann Heinrich Voß erwiesen wird.

Částková weist darauf hin, dass die Erzählung über den Archivar Divíšek auch ein persönliches Element aufweist, da es wohl tatsächlich eine solche Begegnung gab, auf die auch die Wahl des Künstlernamens Křesadlo zurückgeht (siehe Sacheinführung I.). In besonderer Weise verbindet der Autor hier also sein Autor-Ich Křesadlo mit der des Psychologen Václav Pinkava, der hier der Gesprächspartner von Divišek ist. 

Eine erste Übersetzung ist auf Grundlage einer englischen Teilübersetzung durch Křesadlos Sohn Václaz Z. J. Pinkava entstanden. Anschließend hat Agáta Cviková den Text noch einmal unabhängig als Ganzes vom Tschechischen ins Deutsche übertragen. Ihre Übersetzung habe ich dann leicht nachbearbeitet und noch kleinere Ergänzungen von Markéta Měšťanová aufgenommen.

Eine vollständige englische Übersetzung von Václav Z. J. Pinkava findet sich jetzt in Rockman 2025, IV‒XXI.

## Überlieferung

Die Editionsgrundlage bilden eine Handschrift (M [griechischer Teil] und M2 [tschechischer Teil]), ein Typoskript (T) und eine Printedition (E).

### M

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Hvězdoplavba aneb Kosmická mikroodysea. Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική.|
|Autor|Jan Křesadlo (= Václav Pinkava)|
|Entstehung|1993-1994|
|Aufbew. Institution|Literární archiv Památníku národního písemnictví · Jan Křesadlo, Nr. 2110; Astronautilia: 127 [Autograph]|
|Seitenabschnitt(e)|[A1r]–KV, Ir–XIVv, 1r–[255v]; hier: Irv; Iarv; IIr–XIVv|
|Digitalisat|[Astronautilia_M.pdf](https://www.astronautilia.de/assets/Astronautilia_M.pdf)|


### M2

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Hvězdoplavba aneb Kosmická mikroodysea. Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική.|
|Autor|Jan Křesadlo (= Václav Pinkava)|
|Entstehung|1993-1994|
|Aufbew. Institution|Literární archiv Památníku národního písemnictví · Jan Křesadlo, Nr. 2110; Astronautilia: 129 [Autograph]|
|Seitenabschnitt(e)|[A1r]–KV, Ir–XIVv, 1r–[255v]|
|Digitalisat|[Astronautilia_M2.pdf](https://www.astronautilia.de/assets/Astronautilia_M2.pdf)|


### T

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Hvězdoplavba aneb Malá kosmická odyssea. Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική.|
|Autor|Jan Křesadlo (= Václav Pinkava)|
|Entstehung|1994 (?)|
|Aufbew. Institution|Literární archiv Památníku národního písemnictví · Jan Křesadlo, Nr. 2110; Astronautilia: 128 [Autograph]|
|Seitenabschnitt(e)|Titelblatt, Ir–XVIIv, 1–259; hier: IX–XVIII|
|Digitalisat|[Astronautilia_T.pdf](https://www.astronautilia.de/assets/Astronautilia_T.pdf)|


### E

||Angabe|
|---|---|
|Titel|Ποιήτου ἀδήλου: Ἀστροναυτιλία ἢ ἡ Μικροοδυσσεία ἡ κοσμική. Neznámého autora Hvězdoplavba aneb Malá kosmická odysea|
|Autor|Jan Křesadlo/Ἰωάννης Πυρεῖα (= Václav Pinkava)|
|Ort / Jahr|Prag · 1995|
|Seitenabschnitt(e)|I–XVI, 1–261; hier: VII–XVI|
|Digitalisat|[Ausgabe 2023](https://www.mlp.cz/katalog/vypujcka/4615145)|


## Edition

### Teil Nr. 1

#### Tschechisch

##### Titel

(1.1.1) \{T p. IX; E p. VII; M f. Ir\} Předznamenání

##### Haupttext

(1.3.1) Archiváře Divíška známe ovšem z té Čapkovy povídky o pádu

(1.3.2) Votických, ale tohle musel být jiný Divíšek, protože by to

(1.3.3) časově nevycházelo.

(1.3.4) Čapkův Divíšek působil za první republiky, kdežto náš Divíšek

(1.3.5) se vyskytuje až v době zcela současné, a to až o oddělení Slovenska,

(1.3.6) jak uvidíme.

(1.3.7) To, že jsou nejen jmenovci, ale i oba archiváři, ať nikoho nepřekvapí.

(1.3.8) Takové koincidence se stávají naopak dosti často, např. kromě

(1.3.9) zmíněného Karla Čapka jako takového (1890–1938) existoval zároveň

(1.3.10) s ním jiný spisovatel Karel Čapek (1860–1927), který si z toho

(1.3.11) důvodu rozšířil jméno na Karel Čapek-Chod.

(1.3.12) A když zůstaneme jen u těch spisovatelů:

(1.3.13) \{M f. Iv\} Kromě slavného Josepha Conrada (1857–1924) vlastním jménem

(1.3.14) Józefa Korzeniowskiego, existoval u nás skomnější Josef Konrád

(1.3.15) prakticky jeho současník (1859–1921), který prý napsal přes

(1.3.16) třicet knih, o nichž však, jak se zdá, dneska už nikdo neví.

(1.3.17) Zvláště pikantní je na tom to, že, pokud mohu posoudit ze starých

(1.3.18) ročníků Malého čtenáře, zděděných po otci, onen nevýznamný český

(1.3.19) Josef Konrád psal docela dobře.

(1.3.20) Totéž a fortiori platí také o nevýznamnějším Karlu (Matěji)

(1.3.21) Čapku(-Chodovi).

(1.3.22) Kromě známého komunokatolického Grahama Greenea prý existuje paralel-

(1.3.23) ně skromnější Graham Greene autor dobrodružných románů, atd, atd.

(1.3.24) Možná, že píše taky dobře, skoro bych to čekal.

(1.3.25) Případů, kdy se shoduje jen příjmení, je ovšem ještě více.

(1.3.26) Vedle veleslavného Kundery Milana skromněji vegetuje básník Kundera

(1.3.27) Ludvík, kromě zmíněných Konrádů Josefů byli v české literatuře

(1.3.28) ještě Konrádi Eduard a Karel, atd, atd.

(1.3.29) Také zdepřítomné Křesadlo mělo donedávna, a to dokonce v Londýně,

(1.3.30) \{M f. Iar\} paralelního esejistu Křesadla Milana, což byl pan ing Kobliha,

(1.3.31) ale ten se pak odstěhoval zpátky do Čech a dal se na politiku,

(1.3.32) myslím, že nějakou křesťansko‒demokratickou.

(1.3.33) Jako občanský Václav Pinkava, psycholog a matematický logik ze

(1.3.34) záliby, mělo zdepřítomné Křesadlo ještě mnohem problematičtějšího

(1.3.35) dvojníka, a to v osobě jakéhosi Václava Pinkavy z katedry marxismu

(1.3.36) \{E p. VIII\} myslím že na chemické fakultě pražské techniky, který se souhrou

(1.3.37) okolností rovněž zapletl do symbolické logiky a byl dokonce

(1.3.38) \{T p. X\} oficiálně vyslán ji studovat do Krakova, jako představitel lepší

(1.3.39) půlky národa.

(1.3.40) Když zmíněné Křesadlo mělo kdysi vystoupit na vícehodnotové

(1.3.41) \{M f. Iav\} logické konferenci na Indiana University, Bloomington, Indiana,

(1.3.42) USA s tzv. Pinkavovými logikami, podivoval se prý soukromně kra-

(1.3.43) kovský profesor Surma jak jest to możliwe, což se pak vysvětlilo až fysickým objevením autora.

(1.3.44) \{M f. IIr\} Je konečně i možné, že náš Divíšek je přímo potomkem Divíška

(1.3.45) Čapkova, že spolu s příjmením po něm zdělil i zábilu v archivář-

(1.3.46) ství.

(1.3.47) Ať tak či onak, tento současný Divíšek se jednoho dne u mne objevil

(1.3.48) jako původní Divíšek u doktora Mejstříka (kritikové, pozorujte

(1.3.49) tuto nepůvodnost jakožto symptom nedostatku iniciační energie!)

(1.3.50) podobně jako onen měl ustaraný výraz, avšak bez zlatých brýlí a

(1.3.51) představil se jako archivář Divíšek.

(1.3.52) Byl mi odněkud povědomý, ale nemohl jsem si vzpomenout odkud,

(1.3.53) až pak z řeči vyplynulo, že ho znám od vidění jako kostelního var-

(1.3.54) haníka a že ho za mnou poslal jeden společný známý člen SPOMAKA.

(1.3.55) Neviděl jsem pana Divíška zřejmě od doby, kdy jsem přestal účinko-

(1.3.56) vat na pražských kruchtách, tj od roku žá, ale musím říci, že se

(1.3.57) příliš nezměnil, jen mu trochu zvrásčila kůže.

(1.3.58) \{M f. IIv\} "Pane doktore, já k vám jdu na poradu," řekl pan Divíšek, a položil

(1.3.59) na stůl desky, zřejmě obsahující nějaká, dosti početná, lejstra.

(1.3.60) "Prosím, vyprávějte", řekl jsem, protože mě věc z nějakého důvodu

(1.3.61) začala zajímat.

(1.3.62) Snad jsem doufal, že půjde o nějakou zajímavou záhadu, jako s tím

(1.3.63) pádem Votických, nebo co, prostě jsem tušil, že to nebude obyčejná

(1.3.64) psychologická otrava, s jakými se na mne lidé dodnes občas obracejí

(1.3.65) ačkoliv už jsem v pensi.

(1.3.66) V tom jsem se také nemýlil, i když šlo o věc daleko přesahující

(1.3.67) bizarnost pádu Votických.

(1.3.68) Pan Divíšek totiž spustil a vyprávěl zhruba asi toto:

(1.3.69) \{M f. IIIr\} "Kousek od budovy em- ského archivu, kde jsem zaměstnán jako pra-

(1.3.70) cující důchodce, je takový malý automat nebo bistro, prostě jak to

(1.3.71) tak bývá – takový ten podnik, kde se prodává káva, obložené chlebíčky

(1.3.72) a tak.

(1.3.73) A já si tam v polední předstávce vždycky chodím na dva chlebíčky

(1.3.74) a kávu, protože žiju sám a připravovat si jídlo s sebou mě namáhá

(1.3.75) a naopak – člověk musí něco jíst – že ano?

(1.3.76) \{T p. XI; E p. IX\} Na – a jednoho dne se tam začal vyskytovat takový člověk,

(1.3.77) který mi připadal jaksi zvláštní:

(1.3.78) Nemohu říct ani proč, snad to bylo jeho oblečení.

(1.3.79) Měl na sobě takovou jako kazajku, snad vatovanou, jako mívají

(1.3.80) lidé na lyže, ale byla taková jako zvláštním způsobem stříbřitá.

(1.3.81) V tváři byl takový jako neurčitý, středního věku, tak asi mezi

(1.3.82) \{M f. IIIv\} pětatřiceti a padesáti, přesněji se to odhadnout nedalo,

(1.3.83) vlasy neurčitě hnědé.

(1.3.84) Sedával tam a něco pojídal a popíjel a tvářil se neurčitě.

(1.3.85) Ani nevím, proč jsem si ho všiml, vypadal docela nenápadně –

(1.3.86) ta kazajka mohla být nějaká nová móda – teď k nám všelicos při-

(1.3.87) chází ze západu – přece se choval docela tiše.

(1.3.88) Tak to trvalo několik dní, ani vám nemohu říct kolik – až jednoho

(1.3.89) dne –

(1.3.90) Jo! – zapomněl jsem vám říct, že já jsem tak trochu fanda na sci-fi.

(1.3.91) A tak jednoho dne jsem si tam rozložil nové číslo Ikarie.

(1.3.92) A tu vám ten člověk povstal a bez řečí si přisedl k mému stolku –

(1.3.93) ani se nezeptal, jestli je tam volno – bylo ovšem vidět, že je.

(1.3.94) "Vidím, že čtete sci-fi," povídá najednou, správně česky, ale tako-

(1.3.95) \{M f. IVr\} vým jako dutým nemodulovaným hlasem – "myslíte, že takové věci by

(1.3.96) byly možné? – Myslím – ve skutečnosti?"

(1.3.97) "To se ví, že by byly možné," já na to, "copak se tomu už neblížime?"

(1.3.98) "Milý pane, lidstvo dovede často výborně předvídat."

(1.3.99) "V detailech, v detailech si to možná předtavujeme špatně – moc

(1.3.100) podle dnešní doby – ale celkově – celkově to zřejmě máme dobře."

(1.3.101) "Podívejte se, pane," pokračoval jsem, "my máme doma stará čísla

(1.3.102) Zlaté Prahy, víte?"

(1.3.103) "A tam v tom jednom ročníku vycházela na pokračování taková povídka,

(1.3.104) překlad z franštiny, 'Z divů dvacátého věku', víte, se jmenovalo, nějaký

(1.3.105) A. Robida to napsal."

(1.3.106) "Bylo to v ročníka 1893 – tak právě před sto léty, že ano – a víte,

(1.3.107) všechno to tam v podstatě bylo správně – rovnoprávnost žen, tele-

(1.3.108) \{M f. IVv\} vise, vzduchoplavba – no, na co si vzpomenete – jenom na těch ilu-

(1.3.109) stracích to bylo takové jako legračně minulestoletní.

(1.3.110) Třeba ta televise – tam se jí říká telefonoskop – má jako oválnou

(1.3.111) obrazovku a kolem takové ozdůbky a serepetičky jako třeba zrcadlo

(1.3.112) z doby před těmi sto léty – ale v podstatě je to tam

(1.3.113) všechno správně, až z toho člověka mrazí!"

(1.3.114) \{E p. X\} "No, tak já si myslím – ba jsem přesvědčen – že s námi a s budoucím

(1.3.115) \{T p. XII\} světem, kdy se bude běžně létat do vesmíru, je to taky tak.

(1.3.116) Člověk má přece schopnost anticipovat a – a uvažovat induktivně ‒

(1.3.117) to se ví, že takové věci budou možné – jakpak jinak! Tomu já pev-

(1.3.118) ně věřím!"

(1.3.119) Ten člověk se tak jako usmál a pak zase povídá:

(1.3.120) "A věříte vy v cestování v čase?"

(1.3.121) Povídám: "No jistě, to je přece součást toho pokroku v budoucnosti."

(1.3.122) \{M f. Vr\} "Ale," povídá zase on, "kdyby se cestovalo z té budoucnosti

(1.3.123) do minulosti, tak by to zanmenalo, že ano, že cestování v čase by vlast-

(1.3.124) ně bylo skutečností už teď?!"

(1.3.125) "No – to je logické," řekl jsem už trochu podrážděně.

(1.3.126) "A," řekl ten člověk, "a co kdybych já vám řekl, že jsem takový

(1.3.127) návštěvník z budoucnosti, věřil byste mi?"

(1.3.128) "Prosím vás," já na to, "to si vykládejte hluchýmu faráři.

(1.3.129) Kdyby to bylo jak říkáte, tak byste asi stěží mluvil dnešní češti-

(1.3.130) nou, že ano – jazyk se mění – a cestování v čase, počítám, je

(1.3.131) ještě hodně v budoucnu – i když, to se ví, technický vývoj se akumu-

(1.3.132) lativně zrychluje" ‒

(1.3.133) "A co kdybych měl s sebou tlumočníka," povídá ten člověk.

(1.3.134) \{M f. Vv\} Teprve teď jsem si všiml, že má za uchem takovou malou štěničku,

(1.3.135) jako u nás nedoslýchaví.

(1.3.136) "Prosím vás, ale kde byste ho měl," já zase na to.

(1.3.137) "Venku," povídá on, "my spolu komunikujeme radiofónem."

(1.3.138) "On slyší, co říkáte, překládá mi to a pak mi našeptává odvovědi,

(1.3.139) podle toho, co myslím – z akčních potenciálů z mluvidel a z mozku ‒

(1.3.140) jsem v tom cvičen, abych jeho zvuky napodobil – to je součást na-

(1.3.141) šeho výcviku."

(1.3.142) Tím by se snad dal vysvětlit jeho dutý nemodulovaný hlas a také to,

(1.3.143) že, jak jsem si všiml, vždycky než promluvil, chvilku to trvalo.

(1.3.144) \{M f. VIr\} "Inu,"povídám já na to, "chtěl bych tomu věřit, protože mám rád

(1.3.145) tajemno a sci-fi. Ale rozum mne nabádá, že jste buď blázen nebo

(1.3.146) podvodník, který chce využit mojí lásky k sci-fi a nějak mne po-

(1.3.147) škodit."

(1.3.148) Člověk se trpce zasmál:

(1.3.149) "Přesně tak jsem se obával, že to dopadne – Jsem tady totiž ztrosko-

(1.3.150) tán a potřeboval bych vaši pomoc – ale jak to tak vypadá, nejspíš

(1.3.151) shniju na konci mizerného primitivního dvacátého nebo v jednadvacátém

(1.3.152) století ‒"

(1.3.153) Zoufale zavyl, ale pak se hned ovládl.

(1.3.154) \{T p. XIII\} "Copak," povídám já, "kdybyste mi ukázal, že ten váš tlumočník

(1.3.155) opravdu existuje, a že opravdu tlumočí, snad bych vám musel uvěřit ‒

(1.3.156) ale počítám, že kdybych s vámi vyšel teď ven, máznul byste mě do

(1.3.157) hlavy, nebo něco – protože nad tím, co říkáte, zůstává rozum stát

(1.3.158) a musí to být výmysl."

(1.3.159) \{E p. XI; M f. VIv\} "Ale tady jednáte zcela proti svým zásadám," řekl zase ten člověk,

(1.3.160) "přece před chvílí jste mě ujišťoval, že fantasie dnešní sci-fi

(1.3.161) se v budoucnosti splní, jako se splnily ty před sto léty – a teď

(1.3.162) najednou, když se máte přesvědčit, že tomu tak je, couváte jako

(1.3.163) maloměšťák bez fantasie ‒"

(1.3.164) Ještě chvíli jsme se domlouvali, a pak jsem vyšel s tím člověkem

(1.3.165) ven z automatu a následoval ho za roh, kde stála jakási oprýskaná, šedi-

(1.3.166) vá dodávka.

(1.3.167) Člověk otevřel zadní dvířka a ukázal mi dovnitř. Čekal jsem nějakou

(1.3.168) aparaturu, nebo něco, ale všechno co jsem tam viděl, bylo jakési

(1.3.169) zvíře na způsob skunka.

(1.3.170) \{M f. VIIr\} Člověče, tohle že je ten tlumočník?" povídám, "nedělejte si legraci,

(1.3.171) vždyť je to smraďoch!"

(1.3.172) "Tak ho vyzkoušejte," řekl ten člověk.

(1.3.173) Já pochopitelně, jako většina Čechů z mé generace, umím ještě němec-

(1.3.174) ky, a tak se nakloním k tomu skunkovi a povídám:

(1.3.175) "*He, der Mann hier sagt, daß du ein Dolmetscher bist. Also antworte*

(1.3.176) *mir, falls du es wirklich bist!*" – Vlastně by bývalo stačilo, kdyby

(1.3.177) to zvíře rozumělo a mluvilo česky, ale to mě nějak nenapadlo.

(1.3.178) A věřte si to nebo ne, ta potvora povídá:

(1.3.179) "*Jawohl, mein Herr, ich bin der universale kosmische Dolmetscher*

(1.3.180) *und Übersetzer, ich behersche ungefähr eine Million Sprachen, und*

(1.3.181) *andere kann ich gewöhnlich generieren aufgrund deren, die ich schon*

(1.3.182) *kenne, durch die Gesetze der Etymologie – Ihr gehorchsamster*

(1.3.183) *Diener, mein Herr!*"

(1.3.184) No, to mi nešlo do hlavy, tak jsem zkusil ještě anglicky – a zase!

(1.3.185) \{M f. VIIv\} Pak jsem si vzpomněl, že jsem četl v jedné povídce od Stanisława

(1.3.186) Lema o universálním kosmickém překladateli, který měl tvar skunka

(1.3.187) a to mě přesvědčilo, že ten člověk má pravdu, že je skutečně cesto-

(1.3.188) vatelem z budoucna, ztroskotaným v našem čase", pravil archivář

(1.3.189) Divíšek a já, vyprávěč celého příběhu, jsem si pomyslel, že tohle je

(1.3.190) poněkud scestná logika.

(1.3.191) \{T p. XIV\} Divíšek pak pokračoval:

(1.3.192) "Tak, když jsem tedy přijal, či připustil, že ten člověk je oprav-

(1.3.193) du cestovatel v čase, nebo, jak se on sám nazval, chrononaut,

(1.3.194) povídám mu, že bychom měli jít zpátky do toho automatu to trochu

(1.3.195) oslavit a že ho zvu na hořčák.

(1.3.196) On souhlasil, ale zaplatil sám – vatáhl z kapsy spoustu našich

(1.3.197) \{M f. VIIIr\} peněz – bylo ale vidět, že se v nich nevyzná, protože ten skunk

(1.3.198) byl v dodávce a on s ním byl spojen jen akusticky, tak mu to nemohl

(1.3.199) přečíst, no tak jsem mu s tím pomohl já a dal jsem taky pozor,

(1.3.200) aby mu dali správně nazpět.

(1.3.201) Tak si tam sednem a on povídá, že by měl na mě prosbu:

(1.3.202) \{E p. XII\} Že ho jeho kamarádi mají vyzvednout s kosmickou lodí prý v noci

(1.3.203) toho a toho data – asi za čtrnáct dní potom, co jsme se tam sešli,

(1.3.204) ale že prý v Tatrách, kde přesně, to že mi radši přece jen nepro-

(1.3.205) zradí. Ale že mezitím se udělal zase ten Slovenský štát a že on by

(1.3.206) potřeboval doklady, kdyby ho kontrolovali na hranicích, že bude muset

(1.3.207) jet tou dodávkou.

(1.3.208) Já mu povídám, jak to, když máte takovou technologii, nebo to

(1.3.209) aspoň tvrdíte, že byste tam musel takhle primitivně cestovat.

(1.3.210) \{M f. VIIIv\} To se mi, sakra, nezdá, obyčejně v sci-fi se astronauti přesunují

(1.3.211) jakými přenosem hmoty, udělají bllllll, tak se jako zatřesou, a

(1.3.212) zmizí a objeví se někde jinde – tak jak to je, a že teď zase nevím ‒

(1.3.213) aby on přece jen nakonec nebyl podvodník.

(1.3.214) On povídá, prosím vás, vždyť já jsem tady ztroskotal, váš Robinson

(1.3.215) Crusoe na ostrově taky chodil v kůžích a lovil oštěpem, i když

(1.3.216) doma chodil v šatech z látky a střílel puškou – no, tím mě zase trochu

(1.3.217) přesvědčil.

(1.3.218) Já mu povídám – no ale, já vám svoji občanku přece dát nemůžu ‒

(1.3.219) jakpak kdybyste mi ji nevrátil – vždyť vás neznám – ale on povídá,

(1.3.220) \{M f. IXr\} že to bude na to tata, že má v té dodávce taky robota, který udělá

(1.3.221) nerozeznatelnou kopii, ovšem s příslušnými změnami, zase podle toho

(1.3.222) překladatele, to že bude na počkání a prý, co myslíte, jak jsem

(1.3.223) přišel k těm vašim penězům? – Prodal jsem nějaké svoje svršky, které

(1.3.224) mi ten robot taky zduplikoval a pak mi zduplikoval i ty peníze, co

(1.3.225) jsem dostal – a bylo to – já vám jich můžu dát za to půjčení kolik

(1.3.226) chcete.

(1.3.227) No, tak já jsem nevěděl – chtělo se mi tomu věřit, že je to taková

(1.3.228) jako pohádka, ale na druhé straně mě chladný rozum pořád zrazoval.

(1.3.229) \{T p. XV\} Tak povídám: Podívejte se, já vám vyhovím, i vám půjčím ještě

(1.3.230) svůj cestovní pas, abyste si ho dal taky podle mého padělat,

(1.3.231) kdyby ho dráteníci náhodou chtěli místo jenom legitimace ‒

(1.3.232) oni to třeba změní, těm není co věřit – ale, pane astronaut,

(1.3.233) něco za něco!

(1.3.234) \{M f. IXv\} Peníze, ty já nechci, na to jsem nikby nebyl, a když teď dělám,

(1.3.235) tak mi to na skromnej život stačí.

(1.3.236) Ale já jsem si vždycky přál napst taky ňákou sci-fi, abych se

(1.3.237) s tím uplatnil a dostal třeba taky tu Nebulu a proslavil se jako

(1.3.238) Stanisław Lem nebo Arthur Clarke či Garu Konisi a jak se všichni

(1.3.239) jmenujou – nebo náš Josef Nesvadba – ale neměl jsem na to nikdy čas

(1.3.240) a snad ani tu trpělivost a fantasii.

(1.3.241) Tak já bych vás teď prosil, pane astronaut, jestli byste mi, víte,

(1.3.242) na revanš, že vám půjčím ty doklady, nějak nepověděl nebo nenapsal

(1.3.243) svoje skutečné příběhy, že bych to vydal jako svou sci-fi a tím

(1.3.244) bych se proslavil.

(1.3.245) On se škrábal na hlavě – říkal, že to je sakra zbytečná komplikace,

(1.3.246) \{M f. Xr\} ale že dobře, že to nadiktuje tomu překladateli, co je jako skunk,

(1.3.247) \{E p. XIII\} podle toho Lema, a ten že mi to přeloží a napíše – že na to má

(1.3.248) taky vybavení – že to půjde dost rychle.

(1.3.249) Mimochodem, on mi říkal, že ten jeho skunk se skládá celý hlavně

(1.3.250) jako z mozkových buněk – proto že se do něho těch řečí vejde tolik ‒

(1.3.251) to jen mimochodem – že se živí jen takovými pilulkami, co mu je

(1.3.252) zpravovává ten robot z normálních viktuálií, a tak nepotřebuje

(1.3.253) žádný pořádný zažívací trakt a tak – no, to sem teď nepatří.

(1.3.254) No ale, říkal, to abych se do toho už pustil, aby se to stihlo ‒

(1.3.255) kupodivu nic nenamítal, mohl mě třeba ňák praštit a tu legitimaci

(1.3.256) mi vzít – ale byl slušný – asi ta ethika přece jen v budoucnu bude

(1.3.257) taky pokročilejší ‒

(1.3.258) \{M f. Xv\} No, tak jsme si dali rande za týden zase v tom automatu – já jsem

(1.3.259) tam chodil dál v poledne na chlebíčky, ale ten astronaut už se

(1.3.260) tam nevyskytoval – až potom přišlo to datum, co jsme si určili.

(1.3.261) No, šli jsme zas k té dodávce, já mu, s určitými obavami, půjčil svou

(1.3.262) občanku, a taky pas, – byl tam ten robot, vypadal tak jako velký kovový

(1.3.263) pavouk, ten mu to strčil do držky, robot se chvíli třásl,

(1.3.264) a pak to obojí vypliv, ty moje doklady i ty padělky pro astronauta,

(1.3.265) s jeho fotografií a všechno, povolání programátor u firmy UNYSIS,

(1.3.266) jméno Jan Novák, narozený, myslím, v Pardubicích roku 49 ‒

(1.3.267) no všechno věrohodně.

(1.3.268) \{T p. XVI; M f. XIr\} Oddechl jsem si, když jsem měl svoje doklady zase v ruce a povídám ‒

(1.3.269) a teď vaše část úmluvy.

(1.3.270) On vytáhl tady ten rukopis, co leží před vámi teď na stole ‒

(1.3.271) otevřu – a tam nějaká divná písmena.

(1.3.272) \{E p. XIV\} Prosím vás, povídám, co jste mi to dal, vždyť to nemůžu číst.

(1.3.273) Prosím vás, povídá zase on, stala se nám chyba, ale teď už bohužel

(1.3.274) není čas ji napravit, zítra v noci už mám letět zpátky do svého času

(1.3.275) a asi i dál do kosmu.

(1.3.276) Co se stalo? – já jsem to Frantovi vysvětlil, – ten překladatel se

(1.3.277) jmenuje Franta, mimochodem – že to chcete, abyste se literárně prosla-

(1.3.278) vil, tak aby to hezky zpracoval – ale on, blbec, si nějak popletl

(1.3.279) \{M f. XIv\} vaši dobu s obdobím renesance – to víte, když musí umět tolik řečí,

(1.3.280) nemůže mít pořádné všeobecné vzdělání – to by musel být jako slon ‒

(1.3.281) a myslel si, aby to zaručeně letělo mezi vzdělanci, že to musí na-

(1.3.282) psat starořecky – no, tak to udělal – já se velice omlouvám – mo-

(1.3.283) derní théroidi musí mít vlastní iniciativu, nelze je ve všem řídit ‒

(1.3.284) a tady se to nepovedlo.

(1.3.285) Ale jistě, že u vás bude ještě někdo, kdo umí řecky – tak ten vám

(1.3.286) to přeloží a bude.

(1.3.287) Já vím, že je to určitý nedostatek, ale ten obsah vás a ostatní

(1.3.288) jistě zaujme. Prosím vás, já se už musím loučit, děkuju za všechno.

(1.3.289) Sedl do dodávky a odfrčel, dřív než jsem se vzpamatoval.

(1.3.290) Tak já jsem se poptával, kdo by u nás ještě uměl starořecky",

(1.3.291) \{M f. XIIr\} pokračoval pan Divíšek, "a pan ing Černil mě odkázal na vás.

(1.3.292) Tak já si dovoluji se na vás obrátit ‒?", zakončil pan Divíšek

(1.3.293) neurčitě.

(1.3.294) Otevřel jsem rukopis a vskutku – byla tam epická báseň o kosmické

(1.3.295) plavbě, jakási, řekli bychom, sci-fi, jenže podle Divíška žádná

(1.3.296) fikce – ale napsaná homérskou řečtinou, při čemž některé moderní

(1.3.297) výrazy byly vzaty z nové řečtiny, nebo prostě převzaty z mezinárodní

(1.3.298) terminologie – ten překladatel tvaru skunka si s tím musel dát práci

(1.3.299) a bylo s podivem, že to vůbec zvládl za týden! – snad podle astro-

(1.3.300) nautova vyprávění. Musel být vskutku skvěle zkonstruován.

(1.3.301) Řekl jsem, že se na to povídám a Divíšek odešel.

(1.3.302) \{M f. XIIv\} Četl jsem si to po večerech a dost mě to zajímalo, ale zatím jsem

(1.3.303) se do překladu nepouštěl, protože překlad je námaha, kdežto čtení

(1.3.304) radost.

(1.3.305) Potom mi nastaly nějaké neodkladné úkoly, a já měl najednou pocit,

(1.3.306) že na řeckou astronautilii nebudu mít čas.

(1.3.307) \{T p. XVII\} Chtěl jsem tedy s politováním Divíškovi rukopis vrátit, ale zjistil

(1.3.308) jsem, že nevím jeho adresu a, jak se ukázalo, nevěděl ji ani

(1.3.309) ten náš společný známý, co ho ke mně doporučil.

(1.3.310) Věděl jsem ale jméno toho archivu, co ho Divíšek zmínil na začátku

(1.3.311) svého vyprávění (tady jsem ho označil jako em- ský) a tak jsem

(1.3.312) se tam s tím rukopisem vypravil a ptám se, prosím, kde tady pracuje

(1.3.313) \{M f. XIIIr\} pan archivář Divíšek.

(1.3.314) Ale oni mi řekli, bohužel, pan Divíšek asi před měsícem umřel na

(1.3.315) mozkovou mrtvici – škoda ho.

(1.3.316) A mluvili o něm a litovali ho a vychvalovali, jaký to byl hodný

(1.3.317) člověk a vzdělaný, že prý uměl výborně kolik řečí, ale zase

(1.3.318) skromný, že se s tím prý vůbec nevytahoval, že to o něm skoro nikdo

(1.3.319) nevěděl – taky že byl výborný muzikant, hrál na piano a na varhany

(1.3.320) ‒ to jsem já o něm náhodou věděl – ale to, že byl filolog mě překva-

(1.3.321) pilo a vzbudilo ve mně podezření.

(1.3.322) A prosím vás, zeptal jsem se, nevíte, jestli pan Divíšek uměl taky

(1.3.323) starořecky?

(1.3.324) To nevíme, povídali, ale u něj by se to nedalo vyloučit, spíš,

(1.3.325) říkali, by to bylo pravděpodobné.

(1.3.326) \{M f. XIIIv\} A tak jsem odešel a tak ta záhada sice zůstávala, i když teď najednou

(1.3.327) se tak záhadná zase nezdála, nýbrž mohla mít i přirozené řešení.

(1.3.328) Přišel jsem domů a zase jsem si rozložil ten rukopis.

(1.3.329) \{E p. XV\} Ať už to napsal kdo chtěl, kosmický skunk nebo Divíšek, přeložim to!

(1.3.330) rozhodl jsem se.

(1.3.331) Ale, kdyby se to vydalo, musel by tam být taky ten řecký text,

(1.3.332) aby veřejnost věděla, že to nebyla žádná laciná fikce, že ten

(1.3.333) překlad je opravdu překlad a že ten originál existuje – tribut

(1.3.334) buď Divíškovi anebo průduch do tajemné záhady.

(1.3.335) Ale, jelikož teď už to nebude pro Divíška na jeho Nebulu, přelo-

(1.3.336) žím si to sám jak já budu chtít, ne prosou, ale taky hexametrem,

(1.3.337) ovšem přízvučným.

(1.3.338) Budu tomu Divíškovi nebo tomu kosmickému skunkovi jakýmsi Vaňorným!

(1.3.339) Vaňorným, ne Šrámkem, prosím, protože překládat tak zvaně volným

(1.3.340) veršem, recte vertikální prosou, tak zvaně pro dnešního člověka,

(1.3.341) nemá tak říkajíc vejšku.

(1.3.342) \{M f. XIVr\} A nadto, co se týče konkrétně pana Vladimíra Šrámka, tedy lze

(1.3.343) snadno dokázat, že nepřekládal Odysseu "z řeckého originálu

(1.3.344) pro dnešního čtenáře," jak tvrdí v kolofónu knihy, ale

(1.3.345) \{T p. XVIII\} z německého překladu Johanna Heinricha Voße. Protože vždycky,

(1.3.346) když se Voß rozchází s Homérem, shoduje se Šrámek s Voßem.

(1.3.347) Vím to, protože náhodou mám Voßovu a Šrámkovu Odysseu.

(1.3.348) Jejich Iliady nemám a tudíž nemohu nic stoprocentně tvrdit, i

(1.3.349) když ovšem je tu určitá nepřímá evidence – a já nejsem dnešní čtenář.

(1.3.350) Ale, když už jsem to tady prozradil, musím to taky dokázat, tak

(1.3.351) aspoň na jednom příkladě:

(1.3.352) První případ v Odyssei je ve verších 71–73 prvního zpěvu, kde se

(1.3.353) líčí metoda vzniku jednookého obra Polyféma.

(1.3.354) \{E p. XVI\} Homér zde praví pouze – a to ústy samotného vládce bohů Dia ‒

(1.3.355) že Polyfémova matka, mořská nymfa Thoósa, se pomilovala s Poseidónem

(1.3.356) v klenutých slujích:

(1.3.357) ..................... Θόωσα δέ μιν τέκε νύμφη

(1.3.358) ......................

(1.3.359) ἐν σπέσσι γλαφυροῖσι Ποσειδάωνι μιγεῖσα.

(1.3.360) To si však surový Germán vyšperkoval podle svého agresivního vkusu:

(1.3.361) ..................... *Ihn gebahr die Nymphe Thoosa*

(1.3.362) .....................

(1.3.363) *welche Poseidon einst in [dömmender]{.underline} Grotte [gezwungen.]{.underline}*

(1.3.364) Nemusel to tam vůbec tak udělat, nebyl nucen tyranií rytmu, nebo něco,

(1.3.365) stačilo by například místo *[dömmender]{.underline}* napsat *[gewölbter]{.underline}* a místo

(1.3.366) *[gezwungen]{.underline}* dát *[umarmet]{.underline}*, a měl by to přesně podle Homéra a bez sadismu.

(1.3.367) Ale to by ho už tak nelehtalo.

(1.3.368) \{M f. XIVv\} A Šrámek to, nic netuše, přeložil pro současného člověka:

(1.3.369) Kyklopa toho zrodila mu nymfa Thoosa

(1.3.370) .....................

(1.3.371) Poseidon ji kdysi [znásilnil]{.underline} v [šeré]{.underline} sluji.

(1.3.372) A tak dále.

(1.3.373) Tohle sice nemá s naší knihou so dělat, ale vyplynulo to ze souvislosti

(1.3.374) a ať se to teda ví, aby překladatelé nešidili chudobné děvečky s poly-

(1.3.375) technickým vzděláním.

(1.3.376) \{E p. VIII\} My však přikročme k vlastnímu eposu.

#### Deutsch

##### Titel

(1.1.1) \{T p. IX; E p. VII; M f. Ir\} Vorspann

##### Haupttext

(1.3.1) Den Archivar Divíšek kennen wir natürlich aus Čapeks Erzählung über den Untergang

(1.3.2) des Geschlechtes Votický, aber dies muss ein anderer Divíšek gewesen sein, weil es

(1.3.3) zeitlich nicht aufgehen würde.

(1.3.4) Čapeks Divíšek lebte zur Zeit der ersten Republik , während unser Divíšek

(1.3.5) erst in der Gegenwart, und zwar nach der Abtrennung der Slowakei,

(1.3.6) wie wir sehen werden, erscheint.

(1.3.7) Die Tatsache, dass sie nicht nur Namensbrüder sind, sondern auch beide Archivare, soll niemanden überraschen.

(1.3.8) Solche Koinzidenzen passieren im Gegenteil ziemlich oft, z.B. lebte

(1.3.9) außer dem genannten Karel Čapek (1890–1938) zugleich

(1.3.10) mit ihm ein anderer Schriftsteller namens Karel Čapek (1860–1927), der sich aus diesem

(1.3.11) Grunde seinen Namen zu Karel Matěj Čapek-Chod erweitert hat.

(1.3.12) Und wenn wir nur bei den Schriftstellern bleiben:

(1.3.13) \{M f. Iv\} Außer dem berühmten Joseph Conrad (1857–1924) mit eigentlichem Namen

(1.3.14) Józef Korzeniowski lebte bei uns ein unscheinbarer Josef Konrád

(1.3.15) praktisch als sein Zeitgenosse (1859–1921). Der soll über

(1.3.16) 30 Bücher geschrieben haben, die, wie es scheint, heute keiner mehr kennt.

(1.3.17) Besonders pikant daran ist, dass, wie ich aufgrund alter

(1.3.18) Jahrbücher des "Kleinen Lesers" (Malý čtenář), die ich von meinem Vater geerbt habe, schließen kann, dieser unbedeutende tschechische

(1.3.19) Josef Konrád ganz gut schrieb.

(1.3.20) Dasselbe gilt a fortiori auch vom unbedeutenden Karel (Matěj)

(1.3.21) Čapek(-Chod).

(1.3.22) Außer dem bekannten kommunokatholischen Graham Greene soll parallel

(1.3.23) ein unscheinbarer Graham Greene existieren, ein Autor von Abenteuerromanen usw. usw.

(1.3.24) Möglicherweise schreibt er auch gut, ich würde es fast erwarten.

(1.3.25) Von den Fällen, in denen nur die Nachnamen gleich sind, gibt es mehr.

(1.3.26) Neben dem sehr berühmten Milan Kundera vegetiert ein unscheinbarer Ludvík

(1.3.27) Kundera , neben den Josef Konráds gab es in der tschechischen Literatur

(1.3.28) noch Eduard Konrád und Karel Konrád usw. usw.

(1.3.29) Auch der hiesige Křesadlo hatte bis vor kurzem, sogar in London,

(1.3.30) \{M f. Iar\} parallel einen Essayisten Milan Křesadlo, der eigentlich Herr Ing. Kobliha war,

(1.3.31) aber er zog nach Tschechien zurück und widmete sich der Politik,

(1.3.32) ich denke als Christdemokrat.

(1.3.33) Als bürgerlicher Václav Pinkava, Psychologe und mathematischer Logiker (als

(1.3.34) Vorliebe), hatte der hiesige Křesadlo einen noch problematischeren

(1.3.35) Doppelgänger, und zwar in der Person von Václav Pinkava vom Marxismus-Lehrstuhl,

(1.3.36) \{E p. VIII\} ich denke, an der chemischen Fakultät der Prager Technischen Hochschule, der sich zufällig

(1.3.37) mit symbolischer Logik befasste und sogar

(1.3.38) \{T p. X\} offiziell nach Krakau geschickt wurde, um sie dort als Repräsentant der besseren

(1.3.39) Hälfte der Nation zu studieren.

(1.3.40) Als der obengenannte Křesadlo auf einer

(1.3.41) \{M f. Iav\} Logik-Konferenz an der Indiana University, Bloomington, Indiana,

(1.3.42) USA mit der sogenannten Pinkava-Logik auftreten sollte, wunderte sich im Privaten

(1.3.43) der Krakauer Professor Surma, wie das möglich wäre, was sich erst dann klärte, als der Autor physisch erschien.

(1.3.44) \{M f. IIr\} Natürlich könnte unser Divíšek ein Nachfahre von Čapeks Divíšek

(1.3.45) sein und zusammen mit seinem Nachnamen auch die Liebe für das Archivars-

(1.3.46) gewerbe geerbt haben.

(1.3.47) Wie auch immer die Sache sich verhalten mag, dieser zeitgenössische Divíšek erschien eines Tages in meinem Büro,

(1.3.48) wie der ursprüngliche Divíšek in dem Büro von Dr. Mejstrík auftauchte (Kritiker, bitte nehmt zur Kenntnis,

(1.3.49) wie unoriginell dies ist. Ein Anzeichen von unzureichender Kreativität!)

(1.3.50) und wie letzterer hatte er einen besorgten Ausdruck, aber nicht die goldgerahmte Brille und

(1.3.51) stellte sich als Archivar Divíšek vor.

(1.3.52) Er war mir irgendwoher bekannt, aber ich konnte mich nicht erinnern woher,

(1.3.53) bis es während der Unterredung klar wurde, dass ich ihn als Kirchenorganisten

(1.3.54) gesehen hatte und ihn ein beidseitiger Freund von SPOMAKO mir empfohlen hatte.

(1.3.55) Ich hatte Herrn Divíšek nicht mehr gesehen seit den Tagen, als ich aufgehört hatte,

(1.3.56) in Prags Kirchenchören aktiv zu sein, d.h. seit 1968, aber ich muss sagen, dass er sich

(1.3.57) nicht sehr verändert hat. Er hatte nur ein paar mehr Falten.

(1.3.58) \{M f. IIv\} "Herr Doktor, ich bin gekommen, um einen Rat von Ihnen zu bekommen.", sagte Herr Divíšek und legte

(1.3.59) eine große Mappe mit Papieren auf meinen Schreibtisch nieder.

(1.3.60) "Bitte, erzählen Sie!", sagte ich, denn aus irgendeinem Grund

(1.3.61) begann ich mich dafür zu interessieren.

(1.3.62) Vielleicht hoffte ich, dass es ein interessantes Geheimnis sein würde, wie der

(1.3.63) Untergang des Geschlechtes Votický oder etwas in dieser Art. Ich hatte einfach das Gefühl, dass es nicht der gewöhnliche,

(1.3.64) langweilige Psychologiekram sein würde, weswegen manchmal immer noch Leute zu mir kommen,

(1.3.65) obwohl ich bereits im Ruhestand bin.

(1.3.66) Und ich hatte Recht, obwohl die Sache, deretwegen er gekommen war, weit bizarrer

(1.3.67) war als der Untergang der Votickýs.

(1.3.68) Denn was Herr Divíšek zu mir sagte, war ungefähr Folgendes:

(1.3.69) \{M f. IIIr\} "Nicht weit vom M…-Archiv, wo ich arbeite,

(1.3.70) gibt es ein kleines Bistro,

(1.3.71) also so ein Lokal, wo man Kaffee, belegte Brote

(1.3.72) und so weiter verkauft.

(1.3.73) Ich gehe dort immer zur Mittagszeit hin für ein Paar belegte Brote

(1.3.74) und einen Kaffee, denn ich lebe allein und mir selbst ein Mittagspacket zu machen ist zu viel Aufwand

(1.3.75) und in jedem Fall muss man ja essen, oder?

(1.3.76) \{T p. XI; E p. IX\} Eines Tages also bemerkte ich dort auf einmal einen Mann,

(1.3.77) der mir irgendwie merkwürdig erschien.

(1.3.78) Ich kann nicht wirklich sagen warum, vielleicht wegen seiner Kleidung.

(1.3.79) Er hatte eine seltsame Jacke, sie könnte ausgepolstert gewesen sein, wie sie

(1.3.80) Skiläufer tragen, aber sie hatte einen seltsamen silbernen Glanz.

(1.3.81) Seine Gesichtszüge waren im Wesentlichen unauffällig. Er schien mittleren Alters, etwa zwischen

(1.3.82) \{M f. IIIv\} 35 und 50 Jahren alt zu sein. Man konnte es nicht genau sagen.

(1.3.83) Und er hatte seltsame braune Haare.

(1.3.84) Er saß dort, aß und trank etwas und schaute ganz unbestimmt.

(1.3.85) Ich weiß nicht genau, warum ich ihn bemerkte, denn er stach überhaupt nicht ins Auge –

(1.3.86) selbst die Jacke könnte neueste Mode gewesen sein, immerhin kommt jetzt allerlei

(1.3.87) zu uns aus dem Westen. Auch die Art, wie er sich benahm, war ganz dezent.

(1.3.88) Dies ging einige Tage so, ich kann nicht einmal sagen, wie lang, bis eines

(1.3.89) Tages –

(1.3.90) Ach ja, ich vergaß, Ihnen zu erzählen, dass ich ein wenig Science-Fiction-Liebhaber bin.

(1.3.91) Also eines Tages nahm ich die neueste Ausgabe von "Ikarie" mit.

(1.3.92) Der Mann stand auf einmal auf und setzte sich,

(1.3.93) ohne ein Wort zu sagen, an meinen Tisch – er fragte nicht einmal, ob der Platz frei wäre, aber es war klar, dass er frei war.

(1.3.94) 'Ich sehe, dass Sie Science-Fiction lesen.', sagte er plötzlich in perfektem Tschechisch, aber mit

(1.3.95) \{M f. IVr\} einer dumpfen, intonationslosen Stimme. 'Meinen Sie, dass solche Dinge

(1.3.96) möglich wären? – Ich meine – in der Wirklichkeit?'

(1.3.97) 'Natürlich wären sie möglich!', sagte ich. 'Denken Sie nicht, dass wir schon nahe daran sind?

(1.3.98) Mein lieber Herr, Menschen beschreiben oft die Zukunft ziemlich gut.

(1.3.99) Die Details, ja die Details sind vielleicht nicht ganz richtig, zu sehr

(1.3.100) wie sie in der Gegenwart sind, aber im Ganzen, im Ganzen denke ich, haben wir es mehr oder weniger richtig erfasst.'

(1.3.101) 'Sehen Sie, mein Herr', fuhr ich fort, 'zu Hause habe ich einige alte Hefte

(1.3.102) des "Goldenen Prag" (Zlatá Praha), kennen Sie es?

(1.3.103) Und darin erschien einmal eine Fortsetzungsgeschichte

(1.3.104) aus dem Französischen. Sie hieß "Von den Wundern des zwanzigsten Jahrhunderts", geschrieben von einem gewissen

(1.3.105) A. Robida.

(1.3.106) Es war in dem Band von 1893 – das liegt jetzt genau hundert Jahre zurück ‒ und wissen Sie,

(1.3.107) es war im Wesentlichen richtig ‒ Gleichberechtigung der Frauen, Fernsehen,

(1.3.108) \{M f. IVv\} Flugverkehr – was auch immer man sich ausdenken kann, nur dass die

(1.3.109) Illustrationen ein wenig altmodisch im Stil des 19. Jahrhunderts waren.

(1.3.110) Zum Beispiel das Fernsehen – in der Geschichte hieß es Telephonoskop ‒ hat einen ovalen

(1.3.111) Bildschirm und einen mit verschiedenen Verzierungen und Schnörkeln geschmückten Rahmen wie ein Spiegel

(1.3.112) aus der Zeit vor hundert Jahren, aber im Wesentlichen hat er es

(1.3.113) richtig getroffen, so dass man dabei eine Gänsehaut bekommt.

(1.3.114) \{E p. X\} Deshalb denke ich, eigentlich bin ich sogar überzeugt, dass es dasselbe ist zwischen uns, der Zukunft

(1.3.115) \{T p. XII\} und der Idee, dass Weltraumreisen ganz gewöhnlich sein werden.

(1.3.116) Schließlich wenn Menschen in der Lage sind, Dinge vorherzusehen und auf Dinge zurückzuschließen,

(1.3.117) wird es sicher, ja muss es passieren! Ich bin

(1.3.118) mir sicher!'

(1.3.119) Der Mann lächelte ein wenig und sagte dann:

(1.3.120) 'Und glauben Sie an Zeitreisen?'

(1.3.121) Und ich sagte: 'Natürlich tue ich das, das ist doch Teil des Fortschritts in der Zukunft.'

(1.3.122) \{M f. Vr\} 'Aber', fuhr er fort, 'wenn es möglich wäre, aus der Zukunft

(1.3.123) in die Vergangenheit zu reisen, dann würde das bedeuten, dass das Reisen in der Zeit

(1.3.124) in Wirklichkeit heute schon Realität wäre!?'

(1.3.125) 'Ja, das ist logisch.', sagte ich ein wenig gereizt.

(1.3.126) 'Und wenn ich Ihnen sagen würde', sagte er, 'dass ich einer dieser

(1.3.127) Besucher aus der Zukunft bin, würden Sie mir glauben?'

(1.3.128) 'Ich bitte Sie', erwiderte ich, 'erzählen Sie das jemand anderem.

(1.3.129) Wenn das, was Sie sagen, wahr wäre, dann würden Sie wohl kaum heutiges

(1.3.130) Tschechisch sprechen. Sprachen ändern sich und ich denke, dass Zeitreisen

(1.3.131) noch weit in der Zukunft liegen – obwohl sich die technische Entwicklung insgesamt

(1.3.132) zu beschleunigen scheint.'

(1.3.133) 'Und wenn ich einen Dolmetscher bei mir hätte?', sagte der Mann.

(1.3.134) \{M f. Vv\} Erst jetzt bemerkte ich, dass er etwas hinter seinem Ohr hatte wie diese Geräte,

(1.3.135) die die Schwerhörigen bei uns haben.

(1.3.136) 'Ach, hören Sie schon auf, wo hätten Sie ihn denn versteckt?', sagte ich.

(1.3.137) 'Er ist draußen.', sagte er. 'Wir kommunizieren über Radiofon.

(1.3.138) Er kann hören, was Sie sagen, übersetzt es für mich und dann sagt er mir, was ich antworten soll,

(1.3.139) auf Grundlage dessen, was ich denke – von den Signalen meines Sprachzentrums und meines Gehirns.

(1.3.140) Ich bin besonders trainiert, die Geräusche, die er macht, zu wiederholen. Es ist Teil

(1.3.141) unseres Trainings.'

(1.3.142) Das hätte seine dumpfe, intonationslose Stimme erklärt und die Tatsache,

(1.3.143) dass es, wie ich schon zuvor bemerkt hatte, immer eine Weile dauerte, bevor er etwas sagte.

(1.3.144) \{M f. VIr\} 'Also gut', sagte ich, 'ich würde Ihnen gerne glauben, denn ich mag

(1.3.145) Geheimnisse und Science-Fiction. Aber mein Verstand sagt mir, dass Sie entweder verrückt sind oder

(1.3.146) ein Schwindler, der meine Vorliebe für Sci-Fi ausnutzen und mich irgendwie

(1.3.147) übers Ohr hauen will.'

(1.3.148) Der Mann lachte verbittert:

(1.3.149) 'Genau das habe ich befürchtet – sehen Sie, ich bin hier abgestürzt

(1.3.150) und ich würde Ihre Hilfe brauchen, aber, wie es aussieht, muss ich wohl

(1.3.151) am Ende des primitiven zwanzigsten oder im einundzwanzigsten

(1.3.152) Jahrhundert verrotten…'

(1.3.153) Er heulte verzweifelt auf, aber dann beherrschte er sich wieder.

(1.3.154) \{T p. XIII\} 'Wissen Sie', sagte ich, 'wenn Sie mir beweisen könnten, dass Ihr Dolmetscher

(1.3.155) wirklich existiert und dass er wirklich übersetzt, würde ich Ihnen vermutlich glauben müssen,

(1.3.156) aber ich denke, wenn ich mit Ihnen nach draußen gehe, werden Sie mich einfach auf

(1.3.157) den Kopf schlagen oder etwas anderes tun, denn ich kann nicht glauben, was Sie sagen.

(1.3.158) Es muss ausgedacht sein.'

(1.3.159) \{E p. XI; M f. VIv\} 'Aber jetzt handeln Sie ganz entgegen Ihren Prinzipien.', sagte der Mann darauf.

(1.3.160) 'Denn vor einem Moment haben Sie mir versichert, dass das, was heute Science-Fiction-Fantasie sei,

(1.3.161) sich in der Zukunft erfüllen würde wie die Sachen vor hundert Jahren. Und jetzt,

(1.3.162) wo Sie die Gelegenheit haben, selbst zu sehen, dass es tatsächlich so ist, weichen Sie zurück

(1.3.163) wie ein Kleinbürger ohne Fantasie.'

(1.3.164) Die Diskussion dauerte noch ein bisschen an, aber dann verließ ich mit dem Mann

(1.3.165) das Bistro und folgte ihm um die Ecke, wo ein heruntergekommener, alter

(1.3.166) grauer Kleintransporter geparkt stand.

(1.3.167) Er öffnete die Hintertür und wies nach innen. Ich erwartete, irgendeine

(1.3.168) Maschine oder etwas Ähnliches zu sehen, aber alles, was ich sehen konnte, war ein

(1.3.169) Tier etwa so wie ein Skunk.

(1.3.170) \{M f. VIIr\} 'Jetzt hören Sie aber auf, das soll Ihr Dolmetscher sein?', sagte ich. 'Führen Sie mich nicht an der Nase herum.

(1.3.171) Das ist einfach ein Stinktier!'

(1.3.172) 'Nur zu, testen Sie ihn!', sagte der Mann.

(1.3.173) Nun, wie die meisten Tschechen meines Alters kann ich noch ein bisschen Deutsch

(1.3.174) sprechen. Ich bückte mich also über den Skunk und sagte:

(1.3.175) 'He, der Mann hier sagt, dass du ein Dolmetscher bist. Also antworte

(1.3.176) mir, falls du es wirklich bist!' – Eigentlich hätte es schon ausgereicht, wenn

(1.3.177) das Tier mich verstanden und auf Tschechisch geantwortet hätte, aber das ist mir irgendwie nicht eingefallen.

(1.3.178) Und glauben Sie mir oder nicht, die Kreatur sprach:

(1.3.179) 'Jawohl, mein Herr, ich bin der universale kosmische Dolmetscher

(1.3.180) und Übersetzer. Ich beherrsche ungefähr eine Million Sprachen und

(1.3.181) andere kann ich gewöhnlich generieren aufgrund derer, die ich schon

(1.3.182) kenne, durch die Gesetze der Etymologie – Ihr gehorsamster

(1.3.183) Diener, mein Herr!'

(1.3.184) Das war zuviel für mich. Also versuchte ich es auf Englisch – und er tat es wieder!

(1.3.185) \{M f. VIIv\} Dann erinnerte ich mich, dass ich einst eine Geschichte von Stanisław

(1.3.186) Lem über einen universalen kosmischen Übersetzer gelesen habe, der wie ein Skunk aussah.

(1.3.187) Und in diesem Moment war ich überzeugt, dass der Mann recht hatte, dass er wirklich ein Zeitreisender

(1.3.188) aus der Zukunft war, der in unserer Zeit Schiffbruch erlitten hatte." So sprach der Archivar

(1.3.189) Divíšek und ich, der Autor der ganzen Geschichte, dachte mir, dass diese Logik

(1.3.190) unstimmig sei.

(1.3.191) \{T p. XIV\} Divíšek fuhr fort:

(1.3.192) "Als ich also zustimmte oder, eher gesagt, akzeptierte, dass dieser Mann wirklich

(1.3.193) Zeitreisender war oder, wie er sich selbst nannte, ein Chrononaut,

(1.3.194) sagte ich, dass wir in das Bistro zurückgehen und feiern sollten

(1.3.195) und dass ich ihn einladen würde.

(1.3.196) Er war einverstanden, bezahlte aber selbst – er holte ein großes Bündel unserer

(1.3.197) \{M f. VIIIr\} Geldscheine aus seiner Tasche. Doch man konnte sehen, dass er nicht richtig verstand, was er in der Hand hielt, denn der Skunk

(1.3.198) hatte nur eine Audioverbindung zu ihm, so dass er ihm nicht die Notenwerte vorlesen

(1.3.199) konnte. Daher half ich ihm ein bisschen aus und stellte sicher,

(1.3.200) dass sie ihm das richtige Wechselgeld wiedergaben.

(1.3.201) Dann setzten wir uns hin und er sagte, dass er mich um einen Gefallen bitten müsse:

(1.3.202) \{E p. XII\} Vermutlich würden seine Freunde kommen und ihn während der Nacht

(1.3.203) des so und sovielten mit einem Raumschiff mitnehmen – ungefähr in 14 Tagen nach diesem Treffen,

(1.3.204) aber dass es in der Tatra sein würde und er mir lieber nicht erzählen würde,

(1.3.205) wo genau. Aber da die Slowakei mittlerweile ein unabhängiger Staat geworden sei,

(1.3.206) benötige er einige Papiere für den Fall, dass sie ihn an der Grenze kontrollieren sollten, denn er müsse

(1.3.207) dorthin mit dem Kleintransporter fahren.

(1.3.208) 'Oh', sagte ich, 'wie kommt es, dass, obwohl ihr solch wunderbare Technologie habt oder es

(1.3.209) wenigstens so scheint, als würdet ihr sie haben, wie kommt es, dass Sie dann auf so primitive Weise reisen?'

(1.3.210) \{M f. VIIIv\} Das schien nicht zu passen, denn für gewöhnlich bewegen sich Astronauten in Sci-Fi

(1.3.211) mit irgendwelchen Transportern, machen bllllll, beginnen zu krisseln,

(1.3.212) verschwinden und tauchen dann irgendwo anders wieder auf – wie es eigentlich ist, weiß ich wiederum nicht –

(1.3.213) vielleicht ist er doch ein Schwindler.

(1.3.214) Und er sagte: 'Passen Sie auf, ich habe Ihnen erzählt, dass ich abgestürzt bin. Euer Robinson

(1.3.215) Crusoe war in Ziegenfell gekleidet und benutze einen Speer, um damit

(1.3.216) auf seiner Insel zu jagen, obwohl er, während er zuhause war, Kleider trug und ein Gewehr benutzte.' Dies überzeugte mich wieder

(1.3.217) ein wenig.

(1.3.218) Also sagte ich zu ihm: 'Gut, aber ich kann Ihnen nicht einfach meinen Ausweis geben.

(1.3.219) Was, wenn Sie nicht zurückkommen? Ich kenne Sie nicht einmal!' Aber er sagte,

(1.3.220) \{M f. IXr\} dass es keine Minute dauern würde, er einen Roboter in seinem Kleintransporter hätte, der

(1.3.221) eine täuschend echte Kopie anfertigen könne, natürlich mit den notwendigen Änderungen, die

(1.3.222) der Dolmetscher ihm sagen würde. Dass es alles gleich geschehe, wenn ich warten würde ‒ und wie ich mir

(1.3.223) denke, wie er sonst all das Geld bekommen hätte. Er habe seine Kleidung verkauft, der

(1.3.224) Roboter habe für ihn Repliken von ihr gemacht und dann habe er dasselbe mit dem Geld getan, das

(1.3.225) er für die Kleidung bekommen habe ‒ so sei es gewesen. Und er könne mir so viel Geld geben, wie ich als Lohn für die Papiere haben

(1.3.226) wolle.

(1.3.227) Ich wusste nicht recht, was ich davon halten sollte. Auf der einen Seite wollte ich glauben, dass es wirklich

(1.3.228) wie ein Märchen war, aber auf der anderen Seite stand dem mein Verstand im Wege.

(1.3.229) \{T p. XV\} Deshalb sagte ich: 'Einverstanden, ich werde tun, um was Sie mich bitten, und ich werde Ihnen auch

(1.3.230) meinen Reisepass leihen, damit Sie sich einen falschen machen können

(1.3.231) für den Fall, dass die Slowaken jetzt diesen anstelle des Ausweises sehen wollen –

(1.3.232) sie könnten die Regeln geändert haben, man kann ihnen nicht trauen. Aber Herr Astronaut,

(1.3.233) Sie müssen mir auch einen Gefallen tun!

(1.3.234) \{M f. IXv\} Ich möchte kein Geld. Dafür habe ich mich nie interessiert. Und da ich arbeite,

(1.3.235) habe ich zum Leben genug.

(1.3.236) Aber ich hatte immer den Wunsch, ein Science-Fiction-Buch zu schreiben, ein Buch, das

(1.3.237) bekannt wird und vielleicht den Nebula-Preis bekommt und mich berühmt machen wird wie

(1.3.238) Stanisław Lem oder Arthur Clarke oder Konisi Gaku und all die anderen

(1.3.239) – oder wie unseren Josef Nesvadba . Doch ich hatte nie die Zeit dafür

(1.3.240) oder die Geduld und das Vorstellungsvermögen.

(1.3.241) Deshalb, Herr Astronaut, würde ich Sie im Austausch für meine Papiere bitten,

(1.3.242) Ihre wirklichen Abenteuer aufzuschreiben,

(1.3.243) so dass ich sie dann als meine eigene Science-Fiction veröffentlichen kann und auf diesem

(1.3.244) Wege berühmt werde.

(1.3.245) Er kratzte sich am Kopf und sagte, dass dies eine unnötige Komplikation sei,

(1.3.246) \{M f. Xr\} aber in Ordnung. Er würde es dem Dolmetscher diktieren, dem Skunk, dem Translator

(1.3.247) \{E p. XIII\} wie dem bei Lem. Und dieser wäre in der Lage, es schnell zu übersetzen und aufzuschreiben. Er wäre dafür

(1.3.248) ausgestattet. Und es sollte ziemlich schnell gehen.

(1.3.249) Im Übrigen erzählte er mir, dass sein Skunk hauptsächlich

(1.3.250) aus Gehirnzellen gemacht sei und er deshalb so viele Sprachen beherrsche.

(1.3.251) Außerdem würde er mit bestimmten Pillen ernährt, die für ihn

(1.3.252) von einem Roboter aus normalen Esswaren hergestellt würden, so dass er

(1.3.253) keinen eigenen Verdauungstrakt benötige und so weiter – aber ich schweife ab.

(1.3.254) Daher, sagte er, müsse er sofort damit anfangen, um es rechtzeitig fertig zu bekommen. –

(1.3.255) Ich war überrascht, dass er keinerlei Widerspruch einlegte. Er hätte mich einfach auf den Kopf schlagen und meinen Ausweis

(1.3.256) wegnehmen können, aber er war sehr anständig. Vielleicht haben sie in der Zukunft auch

(1.3.257) weiter fortgeschrittene ethische Normen.

(1.3.258) \{M f. Xv\} Wir verabredeten also einen Termin eine Woche später in dem Bistro – ich

(1.3.259) ging dort immer noch jeden Mittag meine belegten Brote essen, aber ich sah den Astronauten

(1.3.260) dort nicht wieder bis zu dem Tag, den wir vereinbart hatten.

(1.3.261) Wir gingen also zu seinem Wagen und ich gab ihm ein wenig unruhig meinen

(1.3.262) Ausweis und meinen Reisepass. Er hatte den Roboter da ‒ er sah aus wie eine riesige Metallspinne

(1.3.263) ‒ und steckte es in seinen Mund. Es schüttelte ein wenig

(1.3.264) und dann spuckte er beides wieder aus, meine Originaldokumente und die Fälschungen für den Astronauten

(1.3.265) mit seinem Foto und allem, von Beruf Programmierer für die Firma UNYSIS,

(1.3.266) Name Jan Novák, Geburtsort Pardubice, ich glaube im Jahr '49 ‒

(1.3.267) alles glaubwürdig.

(1.3.268) \{T p. XVI; M f. XIr\} Ich war erleichtert, als ich meine Papiere zurückbekam, und sagte:

(1.3.269) 'Jetzt kommt Ihr Teil von der Vereinbarung.'

(1.3.270) Er holte das Manuskript hervor, das jetzt vor Ihnen auf dem Schreibtisch liegt.

(1.3.271) Ich öffnete es, aber es war in einer seltsamen Schrift.

(1.3.272) \{E p. XIV\} 'Ich bitte Sie,' sagte ich, 'was haben Sie mir da gegeben? Ich kann es nicht lesen.'

(1.3.273) 'Entschuldigung', sagte er, 'es gab da einen Fehler, aber jetzt ist leider

(1.3.274) keine Zeit, ihn zu korrigieren. Morgen Nacht muss ich in meine eigene Zeit zurückkehren

(1.3.275) und vielleicht meine Reise durch den Weltraum fortsetzen.

(1.3.276) Was passiert ist? – Nun ich erklärte Franta – das ist übrigens der Name

(1.3.277) des Dolmetschers ‒, dass Sie literarischen Ruhm erlangen wollen

(1.3.278) und er seine Sache gut machen solle. Aber der Idiot verwechselte irgendwie

(1.3.279) \{M f. XIv\} Ihre Zeit mit der Renaissance. Sie müssen verstehen, dass er, da er so viele Sprachen beherrschen muss,

(1.3.280) nicht viel Platz für Allgemeinwissen hat. Er müsste sonst so groß wie ein Elefant sein.

(1.3.281) Daher dachte er, damit es unter den Intellektuellen auf jeden Fall hochgeschätzt werde, müsse er es

(1.3.282) auf Altgriechisch verfassen. Und so tat er es. Es tut mir sehr leid.

(1.3.283) Sie müssen wissen, dass moderne Theroiden ihre eigenen Entschlüsse fassen müssen. Man kann nicht alles steuern, was sie tun.

(1.3.284) Und diesmal hat es nicht funktioniert.

(1.3.285) Aber ich bin sicher, dass Sie jemanden finden werden, der noch Griechisch kann. Er wird es für Sie

(1.3.286) übersetzen und dann haben Sie es.

(1.3.287) Ich weiß, dass es ein Fehler ist. Aber ich bin mir sicher, dass der Inhalt für Sie und die anderen

(1.3.288) interessant sein wird. Jetzt muss ich mich leider verabschieden. Danke für alles!'

(1.3.289) Dann stieg er in den Wagen und war weg, bevor ich etwas sagen konnte.

(1.3.290) Ich fragte also herum, ob es jemanden gäbe, der noch Altgriechisch könne",

(1.3.291) \{M f. XIIr\} setzte Herr Divíšek fort, "und Herr Ing. Černil hat Sie empfohlen.

(1.3.292) Deshalb also bin ich hierher gekommen.", sagte Herr Divíšek

(1.3.293) unbestimmt.

(1.3.294) Ich öffnete das Manuskript und tatsächlich war da ein episches Gedicht über eine Reise

(1.3.295) durch das All, was wir als Science-Fiction bezeichnen würden, aber nach Herrn Divíšek keine

(1.3.296) Fiktion war. Doch es war in homerischem Griechisch geschrieben und einige moderne

(1.3.297) Begriffe waren aus dem Neugriechischen oder einfach aus der internationalen

(1.3.298) Terminologie entlehnt. Der Skunk-Übersetzer musste also viel Arbeit damit gehabt haben

(1.3.299) und ich war überrascht, dass er es in einer Woche geschafft haben soll – wenn das, was der Astronaut

(1.3.300) gesagt hat, die Wahrheit war. Er muss in der Tat ein Meisterstück der Ingenieurskunst gewesen sein.

(1.3.301) Ich sagte also, dass ich einen Blick darauf werfen würde, und Herr Divíšek ging.

(1.3.302) \{M f. XIIv\} Ich las es an den Abenden und es war sehr interessant, aber ich begann damals

(1.3.303) noch nicht mit der Übersetzung, denn Übersetzen ist harte Arbeit, während Lesen

(1.3.304) ein Vergnügen ist.

(1.3.305) Dann passierten einige wichtige Dinge und plötzlich hatte ich das Gefühl,

(1.3.306) dass ich keine Zeit für die griechische Astronautilia haben würde.

(1.3.307) \{T p. XVII\} Ich wollte Herrn Divíšek das Manuskript mit Bedauern zurückgeben, aber dann

(1.3.308) merkte ich, dass ich seine Adresse gar nicht kannte und, wie sich herausstellte, wusste sie auch nicht

(1.3.309) unsere gemeinsame Bekanntschaft, die mich ihm empfohlen hatte.

(1.3.310) Aber ich wusste ja den Namen des Archivs, wo er arbeitete, denn Herr Divíšek hatte es am Anfang

(1.3.311) seiner Geschichte erwähnt. (Ich nannte es M…-Archiv für unsere Absichten). Ich nahm also

(1.3.312) das Manuskript dorthin und fragte, wo hier bitte

(1.3.313) \{M f. XIIIr\} Herr Archivar Divíšek arbeite.

(1.3.314) Aber man sagte mir, dass Herr Divíšek bedauerlicherweise vor etwa einem Monat an

(1.3.315) einem Hirnschlag gestorben sei ‒ Schade um ihn!

(1.3.316) Und während sie über ihn erzählten, sagten sie, wie leid es ihnen tue und wie wunderbar er gewesen sei, was für ein guter

(1.3.317) Mensch und wie gebildet. Sie sagten, dass er mehrere Sprachen sehr gut gesprochen habe, aber so

(1.3.318) bescheiden gewesen sei, dass er nie davon erzählt habe, obwohl fast jeder

(1.3.319) wusste, dass er es konnte; auch dass er ein ausgezeichneter Musiker gewesen sei, dass er Klavier und Orgel spielen konnte

(1.3.320) – was ich zufällig auch über ihn wusste, aber die Tatsache, dass er ein Philologe war, überraschte

(1.3.321) mich und machte mich nachdenklich.

(1.3.322) "Entschuldigen Sie", sagte ich, "wissen Sie vielleicht, ob Herr Divíšek auch

(1.3.323) Altgriechisch beherrschte?"

(1.3.324) Wir wissen es nicht, sagten sie, aber in seinem Fall, könnte man dies nicht ausschließen, im Gegenteil,

(1.3.325) sagten sie, es wäre sogar ziemlich wahrscheinlich.

(1.3.326) \{M f. XIIIv\} Und so ging ich wieder, aber das Geheimnis blieb, obwohl es nicht mehr

(1.3.327) so geheimnisvoll schien und es vielleicht eine ganz natürliche Erklärung gegeben haben könnte.

(1.3.328) Als ich nach Hause kam, legte ich noch einmal das Manuskript vor mich.

(1.3.329) \{E p. XV\} Ich werde es übersetzen, gleichgültig, wer es geschrieben hat, der kosmische Skunk oder Divíšek,

(1.3.330) beschloss ich.

(1.3.331) Aber wenn es veröffentlicht werden würde, müsste es den griechischen Text einschließen,

(1.3.332) damit die Öffentlichkeit sehen könne, dass es nicht nur eine Erfindung, sondern dass die

(1.3.333) Übersetzung eine wirkliche Übersetzung sei und es wirklich ein Original gebe – ob es nun

(1.3.334) Divíšek zuzuschreiben sei oder der Weg zu einem großen Geheimnis.

(1.3.335) Und da es nicht mehr für Divíšek und seinen Nebula-Preis ist,

(1.3.336) werde ich es so übersetzen, wie ich will, nicht in Prosa, sondern in richtigen Hexametern,

(1.3.337) jedoch akzentuierten.

(1.3.338) Ich werde für Divíšek oder den kosmischen Skunk ein Vaňorný sein

(1.3.339) ‒ Vaňorný, nicht Šrámek, bitte, weil das Übersetzen im freien Vers,

(1.3.340) genauer gesagt in vertikaler Prosa, für heutige Menschen

(1.3.341) nicht so hochwertig ist.

(1.3.342) \{M f. XIVr\} Außerdem, was Herrn Vladimír Šrámek betrifft, kann man

(1.3.343) leicht beweisen, dass er die Odyssee nicht "aus dem griechischen Original

(1.3.344) für den heutigen Leser", wie er im Kolofon des Buches behauptet, übersetzt hat, sondern

(1.3.345) \{T p. XVIII\} aus der deutschen Übersetzung von Johann Heinrich Voß. Immer wenn

(1.3.346) Voß und Homer auseinandergehen, stimmen Šrámek und Voß überein.

(1.3.347) Ich weiß es, weil ich zufällig eine Odyssee-Übersetzung von Voß und von Šrámek besitze.

(1.3.348) Ihre Ilias-Übersetzungen habe ich nicht und kann deshalb keine genaue Aussage dazu treffen,

(1.3.349) obwohl es hier eine indirekte Evidenz gibt – und ich bin kein "heutiger Leser".

(1.3.350) Aber da ich es schon hier verraten habe, muss ich es auch beweisen, also

(1.3.351) wenigstens an einem Beispiel:

(1.3.352) Der erste Fall ist in der Odyssee in den Versen 71–73 des ersten Gesanges, wo die

(1.3.353) Zeugung des einäugigen Riesen Polyphem geschildert wird.

(1.3.354) \{E p. XVI\} Homer berichtet hier lediglich – und das durch den Mund des Herrschers der Götter Zeus selbst –,

(1.3.355) dass Polyphems Mutter, die Meeresnymphe Thoosa, mit Poseidon

(1.3.356) in gewölbter Grotte Liebe machte.

(1.3.357) ...

(1.3.358) ...

(1.3.359) 

(1.3.360) Das schmückte doch der grobe Germane nach seinem agressiven Geschmack:

(1.3.361) ... Ihn gebar die Nymphe Thoosa

(1.3.362) ...

(1.3.363) welche Poseidon einst in dämmernder Grotte gezwungen.

(1.3.364) Er hätte das gar nicht so machen müssen, er wurde nicht von der Gewaltherrschaft des Rhythmus oder ähnlichem gezwungen,

(1.3.365) es hätte gereicht, wenn er zum Beispiel "gewölbter" statt "dämmernder"

(1.3.366) und "umarmet" statt "gezwungen" geschrieben hätte, und er hätte es genau nach Homer und ohne Sadismus.

(1.3.367) Aber das würde ihn nicht mehr so kitzeln.

(1.3.368) \{M f. XIVv\} Und Šrámek übersetzte das, nichtsahnend, für den zeitgenössischen Menschen:

(1.3.369) Diesen Zyklopen gebar ihm die Nymphe Thoosa

(1.3.370) ...

(1.3.371) Poseidon vergewaltigte sie einst in einer düsteren Grotte.

(1.3.372) Und so weiter.

(1.3.373) Das hat zwar mit unserem Buch nichts zu tun, aber es ergab sich aus dem Zusammenhang

(1.3.374) und es sei bekannt, damit die armen Mädchen mit polytechnischer

(1.3.375) Ausbildung von den Übersetzern nicht betrogen werden.

(1.3.376) \{E p. VIII\} Wir aber schreiten nun zum eigentlichen Epos.

## Apparate

### Kommentar

#### Teil Nr. 1

##### Tschechisch

- (1.3.1-1.3.2) Der Schriftsteller Karel Čapek (1890‒1938) ist einer der wichtigsten tschechischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er ist vor allem für seine Science-Fiction-Romane „Das Absolutum oder die Gottesfabrik“ („Továrna na absolutno“, 1922), „Krakatit“ (1922) und „Der Krieg mit den Molchen“ („Válka s mloky“, 1936) bekannt. Auf seinen Bruder geht auch der Begriff „Roboter“ zurück, den Čapek erstmals in seinem Theaterstück „R. U. R.“ (= Rossum’s Universal Robots, 1920) verwandte. Vgl. Alpers/Fuchs/Hahn 1982, 84‒86. ‒ Die Kurzgeschichte „Der Untergang des Geschlechtes Votický“ ist Teil der Sammlung „Geschichten aus der einen und der anderen Tasche“ (1929). Kurz gesagt geht es darum, dass der Archivar Divíšek den Polizeibeamten Dr. Mejzlík aufsucht, um von ihm Hilfe bei der Klärung eines historischen Falles aus dem Jahr 1465 zu bekommen, da er ein Buch über die Regierung König Georgs von Podiebrad verfasst. Divíšek misst dem Fall in dem Gespräch große historische Bedeutung zu und tatsächlich schaffen sie es gemeinsam den Fall zu rekonstruieren. Als allerdings das Buch erscheint und Dr. Mejzlík ein Exemplar geschenkt bekommt, ist die ganze Sache ohne Erklärung lediglich mit dem Hinweis, es sei eine interessante, wissenschaftlich noch nicht bearbeitete Frage, in einer bibliographischen Note auf S. 471 abgetan. Siehe Čapek 1962, 95‒104 (dt. Übersetzung).
- (1.3.4) Die Erzählung entstand 1928. Die sogenannte Erste Tschechoslowakische Republik bestand von 1918–1938.
- (1.3.5) Seit dem 1. Januar 1993 ist die Slowakei ein unabhäniger Staat.
- (1.3.10-1.3.11) Karel Matěj Čapek-Chod (*1860, †1927) war ein tschechischer Schriftsteller und Journalist. Er hat zahlreiche Romane und Erzählungen über Menschen aus dem Prager Milieu verfasst. Sein eigentlicher Name war nur Matěj Čapek. Auf Anraten eines Freundes, der meinte, Matěj sei nicht literarisch genug, veröffentlichte er zunächst unter dem Namen Karel Matěj Čapek und änderte 1917 seinen Nachnamen zu Čapek-Chod, um sich von den Brüdern Josef und Karel Čapek zu unterscheiden. Siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Karel_Matěj_Čapek-Chod](https://de.wikipedia.org/wiki/Karel_Matěj_Čapek-Chod) [letzter Zugriff 18. August 2026].
- (1.3.13-1.3.14) Joseph Conrad, der in der Ukraine geborene Sohn polnischer Eltern, ist vor allem für seine Seeromane bekannt. Sein voller Name lautet eigentlich Jósef Konrad Nalecz Korzeniowski. Gemeinsam mit Ford Medox Hueffer schrieb er „The Inheritors: An Extravagant Story“ (1901), eine in der Zukunft angesiedelte politische Satire. Eine postume Ehrung erfuhr der Autor dadurch, dass in dem Sci-Fi-Film „Alien“ das Raumschiff „Nostromo“ nach einem Romantitel von ihm benannt wurde. Vgl.Alpers/Fuchs/Hahn 1982, 106.
- (1.3.22) Graham Greene (*1904, †1991) war ein bekannter englischer Autor, Dramatiker und Literaturkritiker. Er konvertierte 1926 zum Katholizismus. Außerdem war er kurze Zeit Mitglied der kommunistischen Partei.
- (1.3.38-1.3.39) Dies zielt als Kritik auf einen Satz von Milan Kundera, der geschrieben hat, dass im Jahr 1948 die bessere Hälfte der Nation auf Seiten der Revolution gestanden habe. Vgl. Kundera 1992, 15ff. Siehe auch Sacheinführung II.4.
- (1.3.48) Bei Čapek heißt der Polizeibeamte Dr. Mejzlík. Křesadlo hat die Geschichte offensichtlich aus dem Gedächtnis zitiert, wobei ihm diese kleine Verschreibung unterlief, es sei denn, dass man von einer bewussten Distinktion ausgeht. Letzteres könnte insofern passen, da Křesadlo sich hier gleich im Anschluss an seine "Kritiker" wegen des Vorwurfs mangelnder Originalität wendet.
- (1.3.54) Pinkava emigrierte 1968 nach England. Zu Pinkavas Engagement in SPOMAKO (Spojené malostranské kostely = Vereinte Kirchen der [Prager] Kleinseite), einer damals halb im Untergrund arbeitenden Vereinigung der musikalischen Chöre Prags vgl. Částková 2004, 28–31.
- (1.3.65) Pinkava war seit 1982 im Ruhestand.
- (1.3.91) „Ikarie“ war eine von 1990 bis 2010 erscheinende tschechische Sci-Fi-Zeitschrift. Sie erhielt ihren Namen in Anspielung auf den ersten tschechischen Science-Fiction-Film mit dem Titel „Ikarie XB-1“ (1963). Zur Zeitschrift siehe [https://cs.wikipedia.org/wiki/Ikarie](https://cs.wikipedia.org/wiki/Ikarie) [letzter Zugriff 18. August 2026]; zum Film siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Ikarie_XB_1](https://de.wikipedia.org/wiki/Ikarie_XB_1) [letzter Zugriff 18. August 2026]. Zu Digitalisaten älterer Jahrgänge der Zeitschrift siehe [https://ndk.cz/periodical/uuid:5f77b740-6af1-11e2-9a2f-005056827e51](https://ndk.cz/periodical/uuid:5f77b740-6af1-11e2-9a2f-005056827e51) (Einsehbar sind nur die Ausgaben von 1990). Die Erwähnung der Zeitschrift an dieser Stelle würdigt Adamovič 1996, der eine Rezension zur *Astronautilia* in "Ikarie" veröffentlichte.
- (1.3.105) Gemeint ist der franzöische Schriftsteller und Karikaturist Albert Robida (*1848, †1926). Von ihm stammen die Sci-Fi-Romane „Le Vingtième Siècle“ (1883) und „Le Vingtième Siècle: La vie électrique“ (1890). Hinzu kommen noch zwei Schriften mit identischem Titel „La guerre au vingtième siècle“ (1883 und 1887). Darin sieht er mit verblüffender Genauigkeit technische Neuerungen und ihre Folgen für die Gesellschaft voraus. Siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Robida](https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Robida) [letzter Zugriff 18. August 2026].
- (1.3.110-1.3.113) Das „téléphonoscope“ beschreibt Robida in dem Roman „Le vingtième siècle“ (1883), S. 53–57. Für eine Abbildung siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Robida#/media/Datei:Robida_telephonoscope.jpg](https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Robida#/media/Datei:Robida_telephonoscope.jpg) [letzter Zugriff 18. August 2026]. ‒ In der Zeitschrift "Zlatá Praha" findet sich eine Abbildung des "Télephonoscope" in Jahrgang 10, Nr. 31, S. 370 (Digitalisat: [https://www.digitalniknihovna.cz/vkol/view/uuid:399c4ae5-7bb1-11e5-b0b2-90b11c419e63?page=uuid:39eb2e3e-7bb1-11e5-b0b2-90b11c419e63](https://www.digitalniknihovna.cz/vkol/view/uuid:399c4ae5-7bb1-11e5-b0b2-90b11c419e63?page=uuid:39eb2e3e-7bb1-11e5-b0b2-90b11c419e63)).
- (1.3.173-1.3.183) Das Deutsche scheint hier bewusst altertümlich gehalten und mit einem ironischen Unterton verwendet ("Ihr gehorchsamster Diener, mein Herr"). Später erfährt man, dass Franta die Zeiten nicht auseinanderhalten kann. Vielleicht hat der Wechsel ins Deutsche auch noch eine persönliche Dimension. Nach Částková musste Křesadlo das Gymnasium während der Zeit des deutschen Protektorats verlassen, weil er den Deutschunterricht verspottete (Částková 2004, 19f.). Zwar lässt sich diese Erzählung aus den Unterlagen nicht verifizieren, wie jüngst Fischerová herausgearbeitet hat (Fischerová 2026, 15), aber trotzdem mag es hier wie auch immer geartete persönliche Bezüge geben.
- (1.3.185-1.3.186) Stanisław Lem (1921‒2006), polnischer Philosoph und Science-Fiction-Autor. Gemeint ist die Erzählung „Invasion vom Aldebaran“ („Inwazja z Aldebarana“, 1959). In dieser Erzählung geht es um die beiden Aldebaraner NGTRX und PWGDRK, die die Erde erobern wollen. Sie landen bei Nacht an einer entlegenen Stelle. Als Unterstützung stehen ihnen ihre biologischen Geräte, der Teremtak, der Aldolicho (ein Art Waffe) und der "peripathetische Telepathikus" (ein Universalübersetzer), zur Verfügung. Mithilfe von Anzügen, die sie aus Schlamm hergestellt haben, nehmen sie menschliche Züge an und gelangen über eine Straße an den Rand eines Dorfes. Als sie in Kontakt zu einem offensichtlich betrunkenen Mann treten wollen, können sie den Sinn seiner lallenden Worte nicht erfassen. Der Mann erschlägt sie mit dem Ortsschild und ihre Reste werden schnell von den Dorfbewohnern beseitigt oder im Dorf anderweitig verwertet. So kann der Reporter in seinem Artikel zu dem Ereignis auch mit keinem Wort die gescheiterte Invasion der Aldebaraner mehr erwähnen. ‒ Das Vorbild für Křesadlos Übersetzer, der "peripathethische Telepathikus", wird wie folgt von Lem beschrieben: „Der peripathetische Telepathikus, Pe-Te genannt, ist ein Gerät, das zur Verständigung mit den vernunftbegabten Wesen anderer Planeten dient, das aber auch imstande ist, dank des hyperspatialen Anschlusses an den Univermantischen Supracereber, auf dem Aldebaran sämtliche Aufschriften in einhundertsechsundneunzigtausend galaktische Dialekte und Jargons zu übersetzen. Dieser Apparat unterscheidet sich, ebenso wie die anderen, insofern von den irdischen, als die Aldebaraner ‒ das wird vom Jahre 2685 an bekannt sein ‒ ihre Maschinen und Geräte nicht produzieren, sondern aus Samenkörnern oder Eiern ziehen, die entsprechend genetisch gesteuert werden. Der peripathetische Telepathikus erinnert durch sein Äußeres, aber nicht nur durch sein Äußeres, an einen Skunk, denn er ist innen ganz mit fleischigen Zellen der Semantischen Erinnerung ausgefüllt und außerdem mit dem Trieb eines Alveolaren Translators sowie einer massiven Mnemonisch-Mnestischen Drüse ausgestattet. Darüber hinaus hat er vorn und hinten jeweils eine Eigentliche Luke (EL) seines Interglobokoms, das heißt des Interplanetaren Glossolalisch-Kohärent-Kontemplativen Kommunikators.“ (aus Lem 1982, 47).
- (1.3.210-1.3.212) Křesadlo spielt auf das durch Star Trek bekanntgewordene Beamen an. Gene Roddenberry, der Erfinder der Serie, hatte es seinerzeit eingeführt, um die Produktionskosten zu senken. Doch schon vor Star Trek gab es in Sci-Fi-Erzählungen Teleportation. Vgl. Schönhoff 2003, 63f. und 72 Anm. 1. Zur Rezeption von Star Trek in der Astronautilia siehe auch Sacheinführung I. und Sacheinführung II.3.
- (1.3.237) Amerikanischer Science-Fiction-Literaturpreis. Siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Nebula_Award](https://de.wikipedia.org/wiki/Nebula_Award) [letzter Zugriff 18. August 2026].
- (1.3.238) Sir Arthur C(harles) Clarke (1917‒2008) war ein britischer Science-Fiction-Autor. Er ist vor allem durch den auf seiner Kurzgeschichte „The Sentinel“ (1951) gründenden Film “2001 – A Space Odyssey” (1968) von Stanley Kubrick bekannt. Vgl. Alpers/Fuchs/Hahn 1982, 96–100. ‒ Mit "Garu Konisi" mag Gaku Konishi (1934‒2018) gemeint sein, ein japanischer Physiker und Esperantist. Er hat zwei Science-Fiction-Geschichten auf Esperanto geschrieben: "La kosmoŝipo Edeno nr. 5" (1971) und "Vage tra la dimensioj" (1976). Siehe [https://en.wikipedia.org/wiki/Gaku_Konishi](https://en.wikipedia.org/wiki/Gaku_Konishi) [letzter Zugriff 18. August 2026].
- (1.3.239) Josef Nesvadba (1926‒2005) war ein berühmter tschechischer Science-Fiction-Autor. Von Beruf war er Psychiater und als solcher ein Pionier der Gruppen-Psychotherapie in der Tschechoslowakei. Er engagierte sich auch im „Prager Frühling“, weshalb er zeitweilig emigrierte. Siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Nesvadba](https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Nesvadba) [letzter Zugriff 18. August 2026]. Zu Nesvadba in der Astronautilia siehe auch Sacheinführung II.4.
- (1.3.246-1.3.247) Dies erinnert an die Oral-Poetry-Theory, wonach Homers Dichtungen zunächst mündlich entstanden und erst später verschriftlicht worden seien. Dass Homer der Schrift nicht mächtig gewesen sei und seine Dichtungen nur mündlich hinterlassen habe, behauptet in der Antike Flavius Josephus (*Contra Apionem* 1,2,12). Ferner wird in der (fiktiven) *Vita Herodotea* (Kap. 15f. Vasiloudi) berichtet, dass der schreibkundige Thestorides (~ Kalchas) die von Homer vorgetragenen Verse aufgeschrieben und als seine eigenen ausgegeben habe. Eine deutlichere Anspielung darauf findet sich auch in Křesadlos Gedicht Κάθαρσις (s. *Křesadlo* Katharsis,2‒4).
- (1.3.269) Vielleicht in Anlehnung an den tschechischen Komponisten Jan Novák (1921‒1984), der ein glühender Anhänger des lebendigen Latein gewesen ist. Křesadlo kannte Novák durch die Zusammenarbeit an einem Gedichtband von Libor Koval. Siehe Sacheinführung II.5.
- (1.3.282) In der Tat galt es unter den Humanisten als Ausweis ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse, das Altgriechische mündlich und schriftlich in Prosa wie in Versen zu verwenden. Paulsen schreibt dazu etwa in seiner "Geschichte des gelehrten Unterrichts": Der griechische Unterricht „gestaltete sich […] wesentlich so, als ob es das Ziel gewesen wäre, griechisch reden oder schreiben zu lehren. Und allerdings galt auch in der literarischen Welt diese Fertigkeit als der eigentliche Maßstab der Kenntnis des Griechischen, wie denn auch der gesunde Menschenverstand jederzeit die Fertigkeit im Reden als die entscheidende Probe der Kenntnis einer Sprache ansehen wird. Eine gewisse Leichtigkeit des Gebrauchs war auch unter den späteren Humanisten nicht selten.“ Siehe Paulsen 1919, 374. Einen Überblick über altgriechische Literatur (Dichtung) der Neuzeit in Europa bietet u.a. die Anthologie von Pontani/Weise 2022 (hier speziell zu den "böhmischen Ländern" Slavíková 2022).
- (1.3.336-1.3.337) Zur Frage von quantitierenden vs. akzentuierenden Hexametern im Tschechischen siehe auch Sacheinführung III.7.
- (1.3.338-1.3.341) Die Odyssee-Übersetzung von Vladimír Šrámek (1893‒1969) erschien 1946 (siehe Homer 1946), diejenige Otmar Vaňornýs (1860‒1947) im Jahr 1956 (siehe Homer 1956).
- (1.3.352) Die entsprechenden Verse bei Homer lauten: […] Θόωσα δέ μιν τέκε νύμφη, / Φόρκυνος θυγάτηρ, ἁλὸς ἀτρυγέτοιο μέδοντος, / ἐν σπέσσι γλαφυροῖσι Ποσειδάωνι μιγεῖσα. Voß übersetzt an dieser Stelle: „Ihn gebar die Nymphe Thoosa, / Phorkys’ Tochter, des Herrschers im wüsten Reiche der Wasser, / welche Poseidon einst in dämmernder Grotte bezwungen.“
- (1.3.360-1.3.367) Wie schon in *Astr.* Vorspann,173‒183 spielt Křesadlo hier mit deutschen Stereotypen. Gegen Pope und Voß positioniert er sich auch in seinem Kommentargedicht zur Vollendung seiner tschechischen Übersetzung der Astronautilia (siehe *Astr.* Kommentargedicht,12‒20). Zu seinen Vorbehalten gegen die deutsche Sprache siehe auch Částková 2004, 20.
- (1.3.363) Bei Voß steht eigentlich "bezwungen".


### Listen

#### Teil Nr. 1

##### Indexreferenzen

- Čapek-Chod, Karel Matěj (1.3.11, 1.3.21)
- Čapek, Karel (1.3.1, 1.3.9, 1.3.45)
- Černil (1.3.291)
- Chrononaut (1.3.193)
- Clarke, Arthur C. (1.3.238)
- Conrad, Joseph (1.3.13)
- Crusoe, Robinson (1.3.215)
- Divíšek (1.3.1, 1.3.4, 1.3.44, 1.3.47, 1.3.51, 1.3.55, 1.3.58, 1.3.68, 1.3.189, 1.3.191, 1.3.291, 1.3.292, 1.3.295, 1.3.301, 1.3.307, 1.3.310, 1.3.313, 1.3.314, 1.3.322, 1.3.329, 1.3.334, 1.3.335, 1.3.338)
- Fernseher (1.3.110)
- Franta (1.3.276, 1.3.277)
- Gaku, Konisi (1.3.238)
- Greene, Graham (1.3.22)
- Homer (1.3.296, 1.3.346, 1.3.354, 1.3.366)
- Ikarie (1.3.91)
- Ilias (1.3.348)
- Kobliha, Bohumil (1.3.30)
- Konrád, Josef Deograt (1.3.14, 1.3.27)
- Konrád, Karel (1.3.28)
- Křesadlo, Jan (1.3.29, 1.3.34, 1.3.40)
- Kundera, Ludvík (1.3.27)
- Kundera, Milan (1.3.26)
- Lem, Stanisław (1.3.186, 1.3.238, 1.3.247)
- Mejstřík (1.3.48)
- Nebula (1.3.237, 1.3.335)
- Nesvadba, Josef (1.3.239)
- Novák, Jan (1.3.266)
- Odyssee (1.3.343, 1.3.347, 1.3.352)
- Polyphem (1.3.353)
- Radiofon (1.3.137)
- Raumschiff (1.3.202)
- Renaissance (1.3.279)
- Robida, Albert (1.3.105)
- Roboter (1.3.220, 1.3.224, 1.3.252, 1.3.262)
- Science-Fiction (1.3.90, 1.3.94, 1.3.145, 1.3.146, 1.3.160, 1.3.210, 1.3.236, 1.3.243, 1.3.295)
- Slowakei (1.3.205)
- SPOMAKO (1.3.54)
- Šrámek, Vladimír (1.3.339, 1.3.342, 1.3.346, 1.3.347, 1.3.368)
- Tatra (1.3.204)
- Téléphonoscope (1.3.110)
- Thoosa (1.3.355)
- Vaňorný, Otmar (1.3.338)
- Voß, Johann Heinrich (1.3.345, 1.3.346, 1.3.347)
- Zlatá Praha (1.3.102)


