Text
Kommentargedicht
Tolikrát, staré přísloví nám svědčí, So viele Male, bezeugt uns ein altes Sprichwort, jsi člověkem, kolik ovládáš řečí. bist du ein Mensch, wie viele Sprachen du sprichst. A tato these zřejmě asi platí, Und diese These gilt wohl offenbar, neb bylo stejně těžké překládati denn es war genauso schwer z tohoto textu, jak kdyby byl cizí aus diesem Text zu übersetzen, als wäre er ein fremder a dílo skunka, který v kosmu mizí, und das Werk des Skunks, der im Kosmos verschwindet, či pana Divíška; jsou snad jen fikce stíny, oder Herrn Divíšeks; sie sind vielleicht nur Schatten der Fiktion, leč stejně – originál napsal někdo jiný doch gleichwohl – das Original wurde von jemand anderem, a rozlišený od překladatele, einem vom Übersetzer verschiedenen geschrieben, byť s ním i možná sídlil v jednom těle, obschon er mit ihm vielleicht in einem Körper residierte, však proto úkol o nic lehčí není, doch deshalb ist die Aufgabe um nichts leichter, což potvrzuje uvedené rčení. was von der angegebenen Redewendung bestätigt wird. Leč, ač jsem senilitou poněkud už zhloup, Doch, obwohl ich durch Senilität schon etwas dümmer bin,
- Anm.:
- (cs) Vgl. Anm. zu Astr. Vorwort,19‒21.
- Anm.:
- (cs) Vgl. Astr. Vorspann,360‒367.
Einleitung
Inhaltliche Einleitung
Das Kommentargedicht hebt noch einmal die eigene Übersetzungsleistung hervor. Wie sich Křesadlo am Anfang des Werkes in die Nachfolge Homers stellte, stellt er sich hier nicht weniger selbstbewusst in die Nachfolge berühmter Homerübersetzer: Alexander Pope und Johann Heinrich Voß. Allerdings werden beide als unzureichende Übersetzer charakterisiert (13‒18), die Homer einerseits durch Hinzufügungen und andererseits durch Sinnänderung verfälscht hätten. Křesadlo dagegen charakterisiert sich selbst als treuen Übersetzer, obschon es gerade am Schluss des Werkes eine sogar deutlich markierte Abweichung zwischen griechischer und tschechischer Fassung gibt (Astr. 24,156f.).
Das Gedicht ist auch deshalb interessant, weil es nochmals die in den Paratexten am Anfang diskutierte Frage nach dem Autor des Textes aufgreift und hier nochmals deutlicher dahingehend auflöst, dass der Übersetzer auch der Verfasser des griechischen Textes, aber in anderer Person sei (8‒10).
Anmerkungen zur Übersetzung
Die deutsche Übersetzung stammt von Markéta Měšťanová und wurde von Stefan Weise lediglich leicht nachbearbeitet.
Überlieferung
Die Editionsgrundlage bilden eine Handschrift (M [griechischer Teil] und M2 [tschechischer Teil]), ein Typoskript (T) und eine Printedition (E). Die vollständige Beschreibung der herangezogenen Quellen findet sich im Abschnitt Überlieferung sowie in der editorischen Einführung.
- Seitenabschnitte
- M: fehltT: 249E: fehlt
- Sprache & Versmaß
- Tschechisch: Paarreim
- Verszahl
- 22



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